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Analysen - Ausland
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22.08.2008
Telekom Austria halten
Erste Bank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Thomas Unger, stuft die Aktie der Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) weiterhin mit "halten" ein.
Am Mittwoch habe die Telekom Austria das Ergebnis des zweiten Quartals veröffentlicht. Die Erwartungen des Marktes seien von einem Anstieg des Umsatzes bei fallender Rentabilität ausgegangen. In den vorgelegten Quartalszahlen sei der Umsatz um 5,6% gestiegen, gestützt vom weiterhin starken Wachstum des Mobilfunkgeschäfts in Bulgarien, Weißrussland, Kroatien, Slowenien, Serbien und Mazedonien. Im heimischen Markt sei der Umsatz im Festnetz um 2,2% zurückgegangen, wobei vor allem Internet- und Sprachtelefonieumsätze schwach ausgefallen seien.
Der Kundenschwund habe sich langsamer als im Vorjahr, gebremst durch das Angebot der Kombipakete, fortgesetzt. Die mobilkom austria habe, bei steigendem Marktanteil, einen Umsatzrückgang von 5,4% hinnehmen müssen, der zu einem Großteil auf sinkende Einnahmen aus Roamingtarifen zurückzuführen sei. Die hohen Ausgaben für die UEFA EURO 2008 sowie steigender Personalaufwand hätten das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen belastet. Weiters hätten erhöhte Zinsbelastungen auf den Nettogewinn gedrückt, der im zweiten Quartal um 26,3% geschrumpft und damit hinter den Markterwartungen zurückgeblieben sei.
Nachdem die Aktie im Jahresverlauf bereits über 30% eingebüßt habe und in den Tagen vor der Veröffentlichung des Quartalsergebnisses teilweise stark abgesunken sei, habe das neu ausgesprochene Vertrauen des Unternehmens in den eigenen Jahresausblick die Aktie zu beflügeln vermocht. Weiters seien die Aussagen von CEO Boris Nemsic über die Möglichkeit einer strategischen Partnerschaft vom Markt positiv aufgenommen worden.
Die endgültige Entscheidung über eine strategische Partnerschaft werde wohl der Staat zu treffen haben, der über die ÖIAG 27,4% am Unternehmen halte. Im Bezug auf die Verhandlungen über die Entlastung des Festnetzbereichs von tausenden Beamten habe kein Fortschritt vorgewiesen werden können. Daher würden die Analysten erwarten, dass ein Verhandlungsergebnis erst mit der neuen Regierung erzielt werden könne.
Nach einem etwas enttäuschenden Quartalsergebnis werden die Analysten der Erste Bank ihre Jahresschätzungen und somit auch ihr Kursziel von 17,5 EUR überarbeiten, die "halten"-Empfehlung für die Aktie der Telekom Austria bleibt jedoch derzeit einmal aufrecht. (Analyse vom 22.08.2008) (22.08.2008/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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