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Analysen - TecDAX
22.08.2008
REpower kaufenswert
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die Aktie von REpower (ISIN DE0006177033/ WKN 617703) für kaufenswert.

Der Windkraftanlagenbauer stehe vor einer rosigen Zukunft. Wie den Experten Finanzvorstand Pieter Wasmuth bei ihrem Treffen in der Hamburger Firmenzentrale mitteile, sitze das Unternehmen auf prall gefüllten Auftragsbüchern. "Wir sind bereits heute bis ins Jahr 2010 ausverkauft", sage der CFO stolz. REpower Systems habe zudem eine sehr gute Visibilität bis ins Geschäftsjahr 2011/2012.

Dem Vernehmen nach seien die Jahre 2010/11 und 2011/2012 durch feste Bestellungen zu gut 80 Prozent ausgelastet; dank üppiger Bestellungen beispielsweise durch die Energiekonzerne EDF und Electrabel und Enertad. Lieferungen, die aus den gewonnenen Tendern in Kanada und Portugal resultieren würden, würden bereits bis ins Jahr 2015 hineinreichen. Aktuell würden im Auftragsbuch bindende Orders von mehr als 1,6 Milliarden Euro und fast fünf Milliarden Euro durch Rahmenverträge schlummern.

Das Beste: Eine Absichtserklärung mit der auf den Bereich Erneuerbare Energien spezialisierten RWE Innogy, einer Tochter des RWE-Konzerns, über die Verhandlung eines Rahmenvertrages mit einem Volumen von rund 1.900 Megawatt sei im Auftragsbestand noch gar nicht enthalten. Bei dem potenziellen Vertrag handele es sich bisher um circa 250 Offshore-Windkraftwerke der Baureihe 5M/6M sowie weitere 200 Onshore-Windkraftanlagen der zwei Megawatt-Klasse. Denkbar, dass dieses Volumen sogar noch höher ausfalle und REpower am Ende einen Vertrag unterschreibe mit einem Gesamtvolumen von mehr als drei Milliarden Euro. Wasmuth sehe die Vertragsverhandlungen auf gutem Wege. "Bei dem Vertrag sprechen wir über eine Laufzeit von 2011 bis 2015".

Die Experten von "TradeCentre.de" gehen davon aus, dass REpower und RWE Innogy sich in den nächsten Wochen einigen und den Milliarden-Deal verkünden. Vielleicht sogar schon zur Windmesse im September. RWE Innogy-Chef Fritz Vahrenholt habe sich jüngst in einem Zeitungsinterview schon recht detailliert geäußert über sein Vorhaben mit Windparks auf offener See. Sehr unwahrscheinlich, dass der Deal nicht zustande komme.

Für das Geschäftsjahr 2008/2009 per Ende März kündige Wasmuth einen Umsatz von mindestens 1,1 Milliarden Euro an. Die EBIT-Marge solle sich auf 5,5 bis 6,5 Prozent belaufen. Dass REpower beispielsweise bei den Margenzielen enttäusche, ähnlich wie bei Nordex, sei äußerst unwahrscheinlich. Auf der kommenden Hauptversammlung wolle sich das REpower Management ein Aktienoptionsprogramm genehmigen lassen, welches unter anderem am Erreichen von Erfolgszielen gekoppelt sei.

Das Management erhalte die lukrativen Aktienoptionen nur, wenn sich die EBIT-Marge in 2008/2009 auf mindestens 6,3 Prozent belaufe. Also am oberen Ende der Prognose. Absolut entspreche dies einem EBIT von rund 70 Millionen Euro. Im Jahr 2009/2010 erwarte der Finanzchef ein Wachstum von 40 bis 50 Prozent auf bis zu 1,65 Milliarden Euro Umsatz. Die EBIT-Marge solle sich auf mindestens 8,4 Prozent belaufen, um das Bezugsrecht für die Aktienoptionen auszuüben. Das würde im kommenden Wirtschaftsjahr einem EBIT von fast 140 Millionen Euro entsprechen.

Nicht auszuschließen, dass die bisherige Umsatzprognose zu konservativ sei und REpower nochmals eine Schippe drauflege. Bereits im Jahr 2010/2011 wolle das Unternehmen die Umsatzmarke von zwei Milliarden Euro deutlich sprengen und die Marge an die Marke von zehn Prozent erneut verbessern. Der knapp zwei Milliarden Euro schwere Konzern sei mit einem KGV von 25 für das kommende Jahr angesichts des rasanten Wachstums nicht zu teuer.

Die Experten von "TradeCentre.de" halten die REpower-Aktie unverändert für kaufenswert. (Analyse vom 22.08.2008) (22.08.2008/ac/a/t)



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