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Analysen - Nebenwerte
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21.08.2008
SNP kaufenswert
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die SNP-Aktie (ISIN DE0007203705/ WKN 720370) kaufenswert.
Das IT- und Softwareunternehmen mit Fokus auf den Bereich SAP-Change Management wachse deutlich zweistellig und erziele dabei knackige Margen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sei der Umsatz um satte 46,6 Prozent auf über zehn Millionen Euro geklettert. Das Beste: Bei den Erlösen aus dem Verkauf der margenstarken Softwarelizenzen sei der Umsatz um sage und schreibe 220 Prozent auf 1,6 Millionen Euro expandiert.
Aufgrund starker Skaleneffekte sei auch der Ertrag explodiert. Beim EBITDA habe sich das Ergebnis auf knapp zwei Millionen Euro verbessert. Mehr als eine Verdopplung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das EBIT habe sich von Januar bis Juni auf rund 1,7 Millionen Euro ebenfalls mehr als verdoppelt. Die EBIT-Marge habe 16,5 Prozent erreicht. Unterm Strich hätten in der Kasse ein Profit von 1,1 Millionen Euro und ein Ergebnis je Aktie von 1,01 Euro nach 32 Cent im ersten Halbjahr 2007 geklingelt.
Für das Gesamtjahr kündige Finanzchefin Petra Neureither im Gespräch mit "TradeCentre" einen Umsatz zwischen 20 und 22 Millionen Euro an. Die EBIT-Marge solle sich auf 18 Prozent belaufen. Das EBIT könnte sich auf bis zu vier Millionen Euro belaufen. Nach den Berechnungen der Experten könnten die Prognosen sogar übertroffen werden.
Auch Analysten würden eine Übererfüllung der Ziele erwarten. SNP habe bereits im vergangenen Jahr konservativ kommuniziert und schlussendlich die eigenen Vorgaben übertroffen. Pro Aktie würden die Analysten in 2008 mit einem Gewinn je Aktie von über zwei Euro je Aktie rechnen. Einen Großteil des Profits wolle Neureither erneut ausschütten. "Wir haben in der Vergangenheit an unserer kontinuierlichen Dividendenpolitik festgehalten, die sich an unserem Jahresüberschuss orientiert. Das werden wir auch weiterhin beibehalten".
Dass die Konjunktur dem Unternehmen einen Strich durch die Rechnung mache, befürchte die Finanzchefin nicht. "Unsere Lösungen helfen Unternehmen ihre Prozesse zu optimieren und sehr schnell Kosten einzusparen, dies ist gerade in konjunkturschwachen Zeiten wichtig", sage Neureither. So rechne SNP, die eng mit Deutschlands größtem Softwarehaus SAP zusammenarbeite, im Schnitt mit jährlichen Wachstumsraten von 25 Prozent bei unverändert hohen EBIT-Margen.
Neureither und ihr Vorstandskollege Andreas Schneider-Neureither würden an der Gesellschaft zusammen rund 70 Prozent am Grundkapital halten. Eine Kapitalerhöhung sei nicht geplant, es sei denn, das Management wolle einen größeren Zukauf stemmen. Dies sei aber derzeit nicht in Sicht. "Immer möglich sind kleinere Zukäufe, die wir aber aus unseren Eigenmitteln bezahlen können". Eine Erhöhung des Streubesitzes erwarte Neureither in der Zukunft auch nicht. "Wir haben derzeit kein Interesse weitere Anteile abzugeben, nur um den Streubesitz zu erhöhen, da die Handelsumsätze im Vergleich deutlich gestiegen sind".
Die Experten hätten die Aktie Ende Dezember des vergangenen Jahres zum Kauf empfohlen. Habe das Papier damals um die Marke von 15 Euro notiert, sei das Papier im Jahr 2008 auf knapp 27 Euro geklettert. Aktuell sei der Titel zu 19 Euro zu haben. Das KGV für dieses Jahr liege bei neun. Für 2009 bei günstigen sieben. Die Dividendenrendite liege bei über fünf Prozent! Für ein schnell wachsendes IT- und Softwareunternehmen ein echtes Schnäppchen.
Kein Wunder, dass Neureither keine weiteren Anteile abgeben wolle. Die Großaktionäre würden sich ihre Extramarge lieber über üppige jedoch gesunde Dividenden abholen, anstatt ständig Kasse zu machen und überdimensionierte Gehälter einzustreichen. Andere Unternehmen und deren Großaktionäre könnten diesem positiven Beispiel folgen.
Die Experten von "TradeCentre.de" halten die SNP-Aktie für kaufenswert.(Analyse vom 21.08.2008) (21.08.2008/ac/a/nw)
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