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Analysen - Ausland
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11.02.2002
WorldCom spekulativer Kauf
Der Anlegerbrief
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Wertpapierexperten von "Der Anlegerbrief" halten die Aktien von WorldCom (WKN 881477) für einen spekulativen Kauf.
Durch aufkommende Gerüchte bezüglich einer möglichen Insolvenz habe WorldCom die Unterstützungszone bei 12 US-Dollar durchbrochen und habe in der Spitze bis zu 50% an Wert eingebüsst. Doch das Dementi sei in Form der Quartalszahlen sowie ersten Heraufstufungen einiger Analystenhäuser erfolgt.
Charttechnisch gesehen sei der Bruch der Marke bei 12 USD ein eindeutiges Verkaufssignal gewesen – dessen erstes mittelfristiges Kursziel der Bereich um 7,50 US-Dollar dargestellt habe. Dass mittelfristig in Zeiten solch einsetzender Dynamik auch sehr kurz sein kann, hätten die Anteilsscheine bewiesen, indem sie das Kursziel binnen sieben Börsentagen erreicht hätten.
Anhand der klassischen Charttechnik mit den verschiedensten Formationen etc. lasse sich hier wenig herleiten. In diesem Fall konzentriere sich die Analyse vor allem auf die Kursmuster im Tageschart und den berühmten japanischen Candlesticks. Hier lasse sich am Tag des Tiefstandes ein Hammer ausmachen, dessen Docht ungefähr zwei Drittel des gesamten Candlesticks ausmache. Zusammen mit den sehr hohen Handelsvolumina der letzten Woche deute alles auf einen vollzogenen Sell-off hin.
Dazu seien in den letzten beiden Tagen gleich zwei positive Anschlusstage gefolgt, die den Hammer vorerst bestätigen würden. Der Markttechnik sei nach so einem Kurssturz natürlich nichts mehr Positives abzugewinnen. Die Indikatoren seien dermaßen überverkauft, dass es eigentlich nur noch nach oben gehen könne. Im Zuge einer schnellen Erholung seien Kurse bis zu 10-12 US-Dollar jederzeit möglich. Ob es dann aber der Aktie gelinge, wieder über den Ausbruchspunkt bei 12 US-Dollar zu steigen, sei jedoch zur Zeit mehr als fraglich.
Nach Ansicht der Experten ergebe sich bei WorldCom ein spekulativer Kauf. Hier sei besonders wichtig, den "optimalen" Einstiegszeitpunkt zu finden. Diesen würden die Börsenkenner in der kommenden Woche zu finden versuchen, um die Papier erfolgreich zu traden.
Anleger, die auf eigene Faust eine Investition wagen, sollten ihre Position nach Meinung der Analysten von "Der Anlegerbrief" mit einem Stopp-Loss-Limit ca. 10% unter Einstand abzusichern.
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