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Analysen - DAX 100
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19.08.2008
Aareal Bank "strong buy"
SEB
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aareal Bank-Aktie (ISIN DE0005408116/ WKN 540811) mit "strong buy" ein.
Die Aareal Bank habe mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2008 angesichts der anhaltenden Finanzmarktkrise ein gutes bis zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaftet. Auffallend sei vor allem die deutliche Verbesserung gegenüber Q1. Netto sei der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 23,8% auf 32 Mio. Euro zurückgegangen (Q1: 18 Mio. Euro). Der Betriebsgewinn sei um 9,4% auf 48 Mio. Euro gefallen (27 Mio. Euro in Q1). Positiv habe sich der Zinsüberschuss entwickelt, der gegenüber dem Vorjahr um 9,6% auf 114 Mio. Euro angezogen habe (Q1: 107 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss sei mit 35 Mio. Euro in etwa auf dem Niveau der Vorquartale geblieben (Q2'07: 36 Mio. Euro, Q1-08: 33 Mio. Euro). Das Handelsergebnis sei im Minus verblieben: -3 Mio. Euro (Q2'07 5 Mio. Euro, Q1'08: -22 Mio. Euro).
Der ROE sei auf 6,2% gefallen (nach 16,8%). Das 2010er Ziel werde weiterhin bei 13,0% gesehen. Die Cost/Income-Ratio sei auf 62,1% gestiegen (53,9%).
Das Neugeschäft bei der Immobilienfinanzierung sei wegen rückläufiger Gesamtvolumina und einer zurückhaltenden Vergabepolitik in H1 von 5,9 Mrd. Euro auf 2,9 Mrd. Euro gesunken. Dafür habe aber die durchschnittliche Zinsmarge erheblich gesteigert werden können.
Das Haus gebe sich zuversichtlich, trotz der anhaltenden Finanzmarktkrise und des nun schwieriger gewordenen wirtschaftlichen Umfeldes das operative Ergebnis des Vorjahres erreichen zu können. Dies sei im Prinzip eine Revidierung des bisherigen Ausblicks, als es geheißen habe, das Vorjahresergebnis übertreffen zu können.
Folgende Pro-Punkte würden die Analysten für die Aareal Bank aufzählen: Die Aareal Bank habe sich angesichts der Finanzmarktturbulenzen auch in Q2 recht gut geschlagen. Die Zahlen hätten in-line oder teilweise leicht über den Erwartungen gelegen. Vor allem der Zinsüberschuss habe dank eines gestiegenen Finanzierungsvolumens und höherer Margen über den Prognosen gelegen. Dies sei letztendlich ein Erfolg der seit Jahren verfolgten Strategie, Wachstum nicht um jeden Preis zu generieren.
Es seien ferner keine Abschreibungen in Q2 (Q1: 16 Mio. Euro) auf ABS-Papiere vorgenommen worden: Das Portfolio habe weder Ausfälle noch Rating-Herabstufungen verzeichnet. Dies sei ein Beleg für das stets als "solide" bezeichnete Portfolio. Die stabile Risikovorsorge (20 Mio. Euro) stehe auch für ein solides Risikoprofil. Außerdem trage das Geschäftsfeld Consulting/Dienstleistungen wie erwartet zur Verstetigung des Gesamtertrages bei.
Folgende Contra-Punkte würden die Analysten für die Aareal Bank aufzählen: Das Haus stehe zwar auf einem soliden Fundament, doch angesichts der anhaltenden Finanzkrise und vor allem wegen der sich nun stärker zeigenden konjunkturellen Abschwächung könnte das Neugeschäft in nächster Zeit moderater wachsen. Damit könnte sich die Vertrauenskrise auch auf andere Finanzierungsgebiete ausweiten, so dass weitere Wertberichtigungen nicht ausgeschlossen werden können. Zudem sei Margendruck zuletzt ohnehin aufgekommen, da der Wettbewerb an den Immobilienmärkten zugenommen habe.
Die Analysten würden prinzipiell die Zuversicht des Hauses teilen. Die Aareal Bank habe diesbezüglich bisher kaum enttäuscht. Doch wegen der allgemein gestiegenen Risiken würden sie damit rechnen, dass das operative Wachstum nun moderater ausfalle.
Die Analysten der SEB revidieren das Kursziel von 27 auf 22 Euro und bewerten die Aktie der Aareal Bank mit "strong buy". (Analyse vom 19.08.2008) (19.08.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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