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Analysen - Nebenwerte
11.02.2002
Elexis zunächst abwarten
sunday-market

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Die Analysten des Börsenbriefes "sunday-market" nehmen derzeit die Aktien von Elexis (WKN 508500) genauer unter die Lupe.

Schwaches Ergebnis, doch am Knochen des ehemaligen AEG Konzerns sei mehr Fleisch, als man auf den ersten Blick vermute. Werfe "sunday-market" zuerst einen Blick auf 2000. Hier habe das Unternehmen, das 1996 aus verschiedenen AEG Bereichen hervorgegangen sei, einen Umsatz von 270 Millionen Euro erwirtschaften können. Der Jahresfehlbetrag habe bei 9,1 Millionen Euro, nach einem Überschuss von 7,2 Millionen Euro in 99 gelegen. Vor ein paar Tagen hätten die Frankfurter weniger schöne Zahlen vorgelegt. Anstelle eines zumindest ausgeglichenen vierten Quartals sei ein Fehlbetrag von 17 Millionen Euro in die Bilanz geplatzt, was für das Jahr 2001 ein Fehlbetrag von 23 Millionen Euro bedeute.

Vorstandschef Willi Loose, der im Oktober letzten Jahres die Führung übernommen habe und vorher Präsident der Honeywell/ Brüssel gewesen sei, habe sich die Umstrukturierung hin zum Hightech-Unternehmen vorgenommen. Elexis solle in Zukunft rein aus den Bereichen Advanced Automation Systems (Maschinensysteme, Robotik, Regelungen und Sensorik sowie 3-D-Lasermesstechnik) sowie Automation Basics (Induktives Erwärmen im Fertigungsprozess, Materialfluss-/Fördersysteme) wachsen. Genügend finanzielle Mittel dürfte man aus dem operativen Geschäft ziehen können, was auch 2000 sowie 1999 der Fall gewesen sei.

Auch sei das Unternehmen keinesfalls verschuldet. Den liquiden Mitteln von zehn Millionen Euro würden kurzfristige Verbindlichkeiten von sechs Millionen Euro gegenüber stehen. Zudem habe man, so höre "sunday-market" weiter, “selbst in der jetzigen gesamtwirtschaftlichen Lage ein komfortables Kreditpolster”. Dies solle jedoch aktuell nicht angetastet werden. Der Aktienkurs sei von seinem Hoch im Oktober 2000 von rund neun Euro auf aktuell 1,40 Euro geprügelt worden. Knackpunkt: Ziehe "sunday-market" sich die Bilanz heran, so ergebe sich ein Buchwert je Aktie von satten 2,87 Euro. Auch die Marktkapitalisierung von 13,2 Millionen Euro bei einem 2000er Umsatz von 270 Millionen Euro erscheine "sunday-market" als extrem niedrig.

Interessierte Anleger sollten nach Ansicht der Analysten des Börsenbriefes "sunday-market" nach den 2001er Zahlen, die Ende März vorgelegt würden, zuschlagen.



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