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Analysen - Ausland
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06.02.2002
ImClone Systems "underperform"
Hornblower Fischer
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von Hornblower Fischer stufen die Aktien von ImClone (WKN 883074) mit "underperform" ein.
Bristol-Myers Squibb (BMY) (WKN 850501) habe nachbörslich endlich das Schweigen in dem ImClone Systems-Debakel gebrochen und eine Restrukturierung des Mitte September abgeschlossenen Milliardenvertrages angekündigt. Demnach werde BMY das weitere Zulassungsvorgehen für das Krebsmittel Erbitux in die eigene Hände nehmen und sich nicht mehr alleine auf ImClone verlassen. Laut dem Pharmakonzern werde es nicht genauer definierte ökonomische, finanzielle und sogenannte anderweitige Restrukturierungen geben. Zumindest bis zu einer endgültigen Zulassung von Erbitux werde man die Kontrolle im ImClone-Management übernehmen.
Positiv sei, dass sich BMY endlich zu dem Mittel an sich bekannt habe bzw. an eine Zulassung glaube und den Vertrag mit ImClone nicht aufgelöst habe - den Wirkmechanismus von Erbitux hatten die Analysten von Hornblower Fischer auch nie in Frage gestellt. Negativ sei dagegen, dass Details der Restrukturierung - vor allem finanzielle Auswirkungen auf ImClone - nicht bekannt gegeben worden sei, dass der Zeitrahmen für eine endgültige Zulassung immer noch in der Schwebe sei und dass ImClones Glaubwürdigkeit bzw. Fähigkeit durch die drastischen Änderungen eindeutig in Frage gestellt werde.
Kurzfristig werde die ImClone-Aktie von dieser Nachricht profitieren können (im nachbörslichen Handel stieg der Wert von 16,98 US-Dollar auf 18,25 US-Dollar), mittel- und langfristig müssen aber weitere Fakten, die den baldigen Erfolg von ImClone bzw. Erbitux bestätigen, präsentiert werden.
Ferner sind die Untersuchungsergebnisse des Kongresses, der SEC und des Justizministerium abzuwarten, bevor die Analysten von Hornblower Fischer ihr Rating entsprechend anpassen. Bis auf weiteres bewerten die Analysten von Hornblower Fischer die ImClone-Aktie mit "underperform".
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