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Analysen - Ausland
18.07.2008
Alcoa kaufen
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft Aktie von Alcoa (ISIN US0138171014/ WKN 850206) nach wie vor mit "kaufen" ein.

Alcoa zähle weltweit zu den größten Produzenten von Aluminium und Tonerde. Die Produkte des in allen Bereichen der Branche - vom Abbau über Verarbeitung bis hin zum Recycling - tätigen Unternehmens würden größtenteils in Flugzeugen, Automobilen, Getränkedosen und Gebäuden eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2007 sei bei einem Umsatz von EUR 30,7 Mrd., mehr als 60% davon in Nordamerika, der höchste Gewinn in der 119-jährigen Firmengeschichte erwirtschaftet worden.

Bedingt durch hohe Inputkosten bzw. Energieengpässe sollte der Aluminiumpreis auch in den nächsten Monaten gut unterstützt sein. Einem anhaltend starken Wirtschaftswachstum in Asien (China und Indien) stehe eine weiterhin unter Potenzial wachsende US-Wirtschaft gegenüber. Die hohen Energie- wie auch Rohstoffpreise würden sich kostenseitig negativ auswirken.

Alcoa bleibe hinsichtlich der zu erwartenden Aluminiumnachfrage für 2008 weiterhin optimistisch und erwarte gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung der globalen Nachfrage um acht Prozent. Für China werde eine Steigerungsrate von ca. 20% erwartet. Dem Aluminiumkonzern sei es gelungen trotz einer relativ schwachen Nachfrage aus dem US-Automobil- wie auch Bausektor einen Großteil der gestiegenen Kosten an die Kunden weiterzugeben. Alcoa habe seit Jahresanfang 18,3 Mio. Stück eigener Aktien zurückgekauft. Dies entspreche ungefähr zehn Prozent des angepeilten Rückkaufprogramms.

Die Unterbrechungen bei der Energie- und Gasversorgung in Australien bzw. den USA sollten im dritten Quartal das Nettoergebnis mit USD 45 Mio. bzw. USD 22 Mio. belasten. Das Geschäft mit Walz- und Technikprodukten zeige sich im dritten Quartal traditionell schwach.

Obwohl der Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich zurückgefallen sei, habe Alcoa mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal 2008 die Erwartungen der Analysten übertreffen können. Nichtsdestotrotz würden die hohen Inputkosten (z.B. Energie, Fracht) wie auch energiebedingte Produktionsausfälle das größte Problem für Alcoa bleiben. Zudem spüre der Konzern auch eine schwächere Nachfrage aus den USA und teilweise aus Europa, die aber durch eine anhaltend starke Nachfrage aus den Emerging Markets (China dürfte schon 2008 zum Nettoimporteur von Aluminium werden) überkompensiert werden sollte.

Da Alcoa auch bei der Effizienzsteigerung Fortschritte macht (z.B. höher als erwartete Kapazitätsauslastung beim neuen Fjaardal-Schmelzer), bleiben die Analysten der Raiffeisen Centrobank bei ihrer Kaufeinschätzung für die Aktie. (Analyse vom 18.07.2008) (18.07.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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