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Analysen - Ausland
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01.02.2002
Austrian Airlines "outperform"
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Erste Bank empfehlen die Aktie von Austrian Airlines (WKN 875224) mit „outperform“.
Diese Woche habe der US-Finanzinvestor Guy Wyser-Pratt den Erwerb von 5% am österreichischen Luftfahrtskonzern bekannt gegeben. Damit würden die erfolgreichen Sanierungsbemühungen und die neue strategische Ausrichtung des Vorstandes von Investoren honoriert. Die Umsetzung des Sanierungsprogramms bei der Austrian Airlines Gruppe laufe unterdessen nach Plan. Die geplanten Einsparung bei den Personalkosten seien vom Boden- und Boardpersonal angenommen worden, die Zusammenführung der vier bisher recht selbständig agierenden Fluglinien (AUA, Lauda Air, Tyrolean Airways und Rheintalflug) schreite zügig voran. Die Flugverkehrszahlen für den Monat Dezember 2001 würden bereits ein freundlicheres Bild zeigen, im Jahr 2001 seien 0,1% weniger Passagiere mitgeflogen.
Damit sei der Passagierrückgang bei der AA-Gruppe geringer als bei den übrigen europäischen Airlines. Nichtsdestotrotz werde das Ergebnis 2001 ein Minus von geschätzten 140 Millionen Euro aufweisen. Sehr interessante Perspektiven für die europäische und amerikanische Luftfahrt eröffne ein Urteil des EuGH, wonach bilaterale Abkommen mit den USA für Flugrechte (Open-Sky Abkommen) nicht EU-konform seien. Entscheidend daran sei, dass damit der Weg zu Übernahmen und Verschmelzung von bisher im nationalen Eigentum stehenden Fluglinien frei wäre. Diese neuen Perspektiven sollten der gesamten Airlinebranche Kursfantasie geben. Die Austrian Airlines Aktie habe im Wochenvergleich bis Freitag um knapp 13% bei sehr hohem Volumen zugelegt.
Die Analysten von Erste Bank gehen von einem weiteren Kursanstieg der AUA-Aktie aus und behalten ihre Outperform-Empfehlung bei.
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