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Analysen - Neuer Markt
31.01.2002
Analytik Jena halten
LB Baden-Württemberg

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Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg raten die Aktien von Analytik Jena (WKN 521350) zu halten.

Analytik Jena entwickele, produziere und vertreibe Geräte für chemische und biologische Analysen. Neben eigenen Geräten, mit denen das Unternehmen am Markt gut platziert sei, biete Analytik Jena auch Laborkomplettlösungen (auch unter Einbeziehung von Fremdfabrikaten) an und produziere daneben auch optische Spezialgeräte (Zielfernrohre).

Im Geschäftsjahr 00/01 habe Analytik Jena Umsätze in Höhe von 41,7 Mio. Euro verbuchen können, eine Steigerung um 78,8% gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT habe bei 2,2 Mio. Euro (+25,5%) und das Jahresergebnis bei 1,6 Mio. Euro (+115,0%) gelegen. Trotz der erheblichen Umsatzsteigerungen hätten nur geringe Ergebnismargen erwirtschaftet werden können. Das liege vor allem daran, dass die Umsatzsteigerungen zu einem großen Teil auf margenschwachen Projektgeschäften basieren würden.

Analytik Jena habe in Deutschland im Bereich der Atomabsorptionsspektroskopie eine gute Marktposition erreicht, auch wenn die Bekanntheit des Unternehmensnamens bei anderen Produkten noch gering sei. Das Management wolle in den nächsten Jahren vordringlich in Marketing und Vertrieb investieren, um das Unternehmen weltweit bekannter zu machen. Dabei dürfte auch das Joint Venture AJZ Engineering eine wichtige Rolle spielen, denn auf diese Weise könne Analytik Jena von der Bekanntheit der Marke Zeiss profitieren.

Ein Erfolg durch einen Zuschlag bei einem Großauftrag in Russland im Umfang von fünf Mio. Euro habe bereits verbucht werden können. Diese Großaufträge (Tender), von denen noch etliche in Verhandlung stünden, könnten bei einer Zuteilung und Abwicklung zwar für einen weiteren Umsatzschub sorgen, würden aber nach Aussage des Managements die Gesamtrendite des Unternehmens belasten, da die Aufträge oft knapp kalkuliert seien. Die notwendigen Investitionen würden das EBIT auf absehbare Zeit deutlich belasten und so kaum überdurchschnittliche Margen zulassen.

Analytik Jena sei ein profitabler Gerätehersteller. Die Märkte für diese Produkte hätten sich in der Vergangenheit gut entwickelt, allerdings zögen am Horizont durch Konzentrationstendenzen auf der Nachfrageseite erste Wolken auf, die einige Konkurrenten bereits zu spüren bekämen. Eine Bewertung auf Peer Group-Basis indiziere zwar eine leichte Unterbewertung; die geringen Margen würden aber die Kursphantasie begrenzen.

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg bleiben daher bei ihrer Empfehlung, die Aktie der Analytik Jena zu halten.



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