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07.07.2008
Presse: Sony - PS3 könnte Profitabilität signifikant belasten
aktiencheck.de

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Tokio (aktiencheck.de AG) - Wie das "Handelsblatt" am Montag berichtet, gerät der japanische Unterhaltungselektronik-Konzerns Sony Corp. (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) durch seine mit großen Versprechungen gestartete "PlayStation 3" ("PS3") in heftige Turbulenzen.

Dem Artikel zufolge beziffert der Konzern die bisherigen Verluste der Spielekonsole in einer schon am 23. Juni veröffentlichten, bisher aber öffentlich nicht beachteten Börsenpflichtmeldung, auf 3,3 Mrd. Dollar. Die PS3 könne die "Profitabilität des gesamten Konzerns signifikant negativ" beeinflussen, heiße es in dazu in der Mitteilung.

Branchenexperten teilten die Sorge. "Selbst wenn das Gerät in die Gewinnzone kommt, ist es unwahrscheinlich, dass Sony die erlittenen Verluste je ausgleicht", sagt David Cole vom Marktforschungsinstitut DFC Intelligence, so der Bericht. Dabei sei die Spielesparte traditionell der Goldesel des Konzerns. So mache sie mit rund 8,5 Mrd. Dollar rund 12 Prozent vom Gesamtumsatz aus, trug aber über Jahre hinweg bis zu 60 Prozent zum Betriebsergebnis bei.

Wie das "Handelsblatt" weiter schreibt, spülte die Sparte seit Einführung der ersten PlayStation 1995 mehr als 5 Mrd. Dollar in Sonys Kassen. Der Umstand, dass die PS3 nicht Gewinne sondern riesige Verluste schreibe, bringe den ganzen Konzern ins Wanken. Sony-Chef Howard Stringer bezeichnete die "Profitabilitätskurve" der PS3 jüngst als "leicht katastrophal."

Für den amerikanischen Software-Konzern Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) sehe die Bilanz allerdings noch schlechter aus. So habe der Konzern zwischen 2002 und 2007 in seiner Sparte "Entertainment and Devices" mehr als 7 Mrd. Dollar versenkt. Der US-Konzern stieg 2002 mit der Xbox-Konsole ein und ist seit 2006 mit dem Nachfolger Xbox 360 am Start, so der Bericht. Trotzdem halte Microsoft an dem Projekt fest.

Dagegen habe sich der japanische Videospiele-Hersteller Nintendo Co. Ltd. (ISIN JP3756600007/ WKN 864009) nicht auf die Materialschlacht bei der neuen Videospielgeneration eingelassen. Vielmehr zeichne sich die neue Konsole "Wii" nicht durch leistungsstarke, teure Elektronik aus, sondern durch eine neue Idee: die Spieler steuern ihre Bildschirmfiguren über Körperbewegungen. Das Konzept finde reißenden Absatz. So fand die Wii bereits 24,5 Millionen Käufer - gut fünf Millionen mehr als die Xbox 360 und doppelt so viele wie die PS3. Trotz des niedrigen Verkaufspreises von 249 Dollar verdiene Nintendo an jedem Gerät Geld.

Die Aktie von Sony schloss heute in Tokio bei 4.610 Japanischen Yen (-0,43 Prozent) und die von Nintendo unverändert bei 61.300 JPY. (07.07.2008/ac/n/a)


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