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Analysen - Neuer Markt
04.12.2001
VIVA Media Outperformer
Stadtsparkasse Köln

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Für die Wertpapieranalysten von der Stadtsparkasse Köln ist die Aktie VIVA Media AG (WKN 617106) ein "Outperformer".

Die Strategie des werbefinanzierten privaten TV-Spartensenders sei darauf ausgerichtet, VIVA als führende Musik-, Lifestyle- und Entertainment-Marke durch eine Multi-Channel-Distribution auszubauen. Die angestrebte interaktive Medienkonvergenz werde durch Investitionen in die Internet-, TV- und Radioaktivitäten systematisch weiter ausgebaut.

In Italien, dem drittgrößten TV-Werbemarkt in Europa, habe VIVA einen Kooperationsvertrag mit Rete A geschlossen. Auch in anderen europäischen Märkten habe VIVA bereits den Markteintritt vollzogen.

Seit Mitte August erscheine in der BamS eine circa zwölfseitige Beilage von VIVA. Für VIVA entstünden dabei keine zusätzlichen Kosten. Somit zeige VIVA auch im Printbereich Präsenz.

Die lange angekündigte Neupositionierung der defizitären VIVA ZWEI solle nun ab 2002 in der VIVA Plus GmbH, einem JV mit AOL Time Warner durchgeführt werden. Inhalt würden Nachrichten rund um das Musikgeschäft sein. Daneben solle die neue Gesellschaft die digitalen Dienste der VIVA Media betreiben. Bei Zustimmung der Aufsichtsbehörden stehe VIVA ein finanzstarker und erfahrener Partner zur Seite. VIVA Plus Fernsehen werde nicht mehr im VIVA-Konzern konsolidiert, sondern als Finanzinvestition mit einem noch festzusetzenden Wert in der Bilanz geführt.

In den ersten 9 Monaten 2001 habe der Umsatz 44,15 Millionen Euro, das EBITDA -7,65 Mio. Euro, das EBIT -15,05 Mio. Euro und das Konzernergebnis
-10,46 Mio. Euro betragen. Belastet werde das Ergebnis durch VIVA ZWEI und die benötigten Aufbauinvestitionen bei internationalen Expansionen sowie Investitionen in andere Bereiche, insbesondere Internet und Radio. Der Cash-Bestand des Unternehmens habe per 30.06.01 bei 47 Mio. Euro gelegen. Aufgrund des allgemein schwachen Marktumfeldes und höherer Kosten infolge der Neustrukturierung von VIVA ZWEI habe VIVA Media seine ursprünglichen Prognosen für 2001 auf 61,5 Mio. Euro Gruppenumsatz und ein negatives EBITDA von 10 Mio. Euro zurücknehmen müssen.

VIVA Media habe am 07.11.01 angekündigt, den TV-Produzenten Brainpool TV AG zu übernehmen. VIVA verfolge das Ziel, zu einem der führenden Musik-TV und Young-Entertainment-Medienunternehmen aufzusteigen. Die Umtauschfrist laufe vom 09.11. bis zum 07.12.01. Die Mehrheitsaktionäre der Brainpool hätten bereits geäußert, dass sie das Umtauschangebot für Brainpool-Aktionäre akzeptieren und ihre Beteiligung von 64,5% in VIVA-Aktien umtauschen werden. VIVA werde zur Umsetzung der Transaktion 4,8 Millionen neue Aktien ausgeben, die ab dem 17.12.01 am Neuen Markt handelbar sein würden. Dadurch werde der Free Float der VIVA Media AG auf 26% erhöht.

VIVA plane durch die Übernahme von Brainpool eine gruppenübergreifende Vermarktung von Künstlern. Diese würden von VIVA entdeckt und gezielt gefördert, um später bei von Brainpool produzierten Shows und Serien zum Einsatz zu kommen. Damit könnte VIVA künftig am Erfolg der bei dem Sender groß gewordenen Stars länger partizipieren. Durch die Übernahme von Brainpool werde VIVA zudem seine Abhängigkeit von Werbeeinnahmen deutlich senken. Bislang generiere das Unternehmen 89% seiner Umsätze aus Werbung. Brainpool erziele 78 % der Erlöse aus Licensing. Im neuen Konzern würden die Umsätze in der Weise diversifiziert, dass zukünftig weniger als 50% der Umsätze aus Werbung und circa 35% aus Licensing generiert würden. Die liquiden Mittel des neuen Konzerns betragen 52,9 Mio. Euro. Für 2002 werde nach der Übernahme ein Umsatz von 126,5 Mio. Euro und ein Gewinn von circa 40 Mio. Euro erwartet. Damit werde VIVA 1,5 Jahre früher profitabel sein als zum Börsengang prognostiziert. Der Zusammenschluss der VIVA Media AG mit der Brainpool TV AG sei aus Sicht der Stadtsparkasse Köln strategisch sinnvoll und aussichtsreich.

Unter den Medienwerten besitzt VIVA nach Meinung der Analysten von der Stadtsparkasse Köln ein überdurchschnittliches Kurspotential. Die relativ hohe Bewertung rechtfertigt sich durch ein hohes Wachstumspotential.



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