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Analysen - Neuer Markt
30.01.2002
Energiekontor gute Aussichten
Murphy & Spitz Research

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Die Aktie des am Neuen Markt notierten Windparkprojektierers Energiekontor AG (WKN 531350) stand in den vergangenen Tagen durch Berichte über mögliche Rückkäufe von Windparks unter starkem Druck, berichten die Analysten von Murphy & Spitz Research.

So habe die Aktie zwischenzeitlich über 30% auf ein Kursniveau zwischen 8 und 9 Euro verloren. Die in der Diskussion stehenden Windparks seien zwischen 1998 und 2000 in Betrieb genommen worden und hätten ein Gesamtinvestitionsvolumen von 36 Mio. Euro. Darunter befänden sich auch Anlagen, die nicht für Fonds verkauft worden seien. Murphy & Spitz Research rechnet für den Fall, dass Energiekontor die Kommanditfonds mit einem vormaligen Gesamtinvestitionsvolumen von 22 Mio. Euro zurückkauft und anschließend weiterveräußert, mit einer einmaligen Ergebnisbelastung bei Energiekontor von 3 bis 4 Mio. Euro. Zudem könnten die an Einzelinvestoren veräußerten Windkraftanlagen mit einem vormaligen Investitionsvolumen von 14 Mio. Euro zu weiteren Belastungen führen, wenn diese Anlagen ebenfalls zurückgekauft würden.

Die Gesamtbelastung für Energiekontor könnte sich somit bis zu 6 Mio. Euro summieren. Andrew Murphy, Windkraft-Spezialist bei Murphy & Spitz, sieht für Energiekontor jedoch keinen Imageschaden. "Die Investoren sind sich in der Regel bewusst über mögliche Risiken ihres Investments - die Haltung der Energiekontor spricht deutlich für den Projektinitiator."

Energiekontor verfüge zudem über ausreichende finanzielle Kapazitäten, um die anstehenden Transaktionen durchzuführen. Es könnte jedoch in diesem Jahr durch die Eigenkapitalbindung zu Projektverzögerungen kommen.

Die fundamental guten Aussichten für das Unternehmen aufgrund ihrer internationalen Positionierung würden durch die Windparkrückkäufe nicht verändert, so die Analysten von Murphy & Spitz Research.



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