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Analysen - Ausland
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19.06.2008
StatoilHydro kaufen
Hauck & Aufhäuser
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Hauck & Aufhäuser, Guido Schmidt, nimmt die Aktie von StatoilHydro (ISIN NO0010096985/ WKN 675213) in die H&A-Aktien-Select-Liste auf und empfiehlt das Papier zum Kauf.
StatoilHydro bzw. die Vorgängergesellschaft Statoil, sei ein kontinuierlich und profitabel wachsendes Unternehmen mit einem sehr guten finanziellen Hintergrund. Das Fördervolumen in Norwegen sei 2007 um 3,9% auf 1,417 Mio. boe/Tag zurückgegangen (Öl -5,3%, Gas -1,8%). Ursachen seien unfallbedingte Produktionsunterbrechungen und eine teilweise geringer als erwartet ausgefallene Gasförderung gewesen. Das internationale Geschäft habe dank der deutlichen Förderausweitung von +31,2% (Öl +29,9%, Gas +37,5%) den Rückgang im Heimatmarkt mehr als ausgeglichen. Die gesamte StatoilHydro-Förderung sei um 0,9% auf 1,724 Mio. boe/Tag gestiegen. Der Vergleich des StatoilHydro-Pro-forma-Ergebnisses 2007 zu 2006 zeige einen Rückgang des operativen Geschäftes (netto) um 17% auf 137 Mrd. Norwegische Kronen (NOK).
Das Fördervolumen (Öl/Gas) sei im 1. Quartal 2008 im Vergleich zum 1. Quartal 2007 um 4,3% auf 1.889 Mio. boe/Tag gestiegen. Weiterhin hätten sich folgende Veränderungen ergeben: Ölpreis (Brentoil) +66% (+42% in NOK), Gaspreis +16% (+10% in NOK), operativer Gewinn (netto) +49%, Nettogewinn +61%. Neben dem Ölpreisanstieg hätten das gestiegene Fördervolumen, geringere Abschreibungen und eine leicht abnehmende Steuerquote zum Ergebnisanstieg beigetragen. Allerdings hätten der USD-Rückgang von 15% im Vergleich zum Vorjahresquartal, steigende Kosten sowie höhere Ausgaben für die Explorationstätigkeiten eine noch bessere Gewinnentwicklung verhindert. Gegenüber dem 4. Quartal 2007 habe sich bei einem Ölpreisanstieg von 9% ein Anstieg des operativen Gewinns (netto, bereinigt um Sondereffekte) um 16% ergeben.
StatoilHydro erwarte im 2. Quartal 2008 aufgrund geplanter Wartungsarbeiten und des saisonal bedingt geringeren Gasabsatzes einen Volumenrückgang von 2,7% gegenüber dem 1. Quartal 2008. Aufgrund einer voraussichtlich deutlich ansteigenden Förderleistung der neu erschlossenen Vorkommen im zweiten Halbjahr rechne StatoilHydro mit einem Anstieg der Förderleistung 2008 um mehr als 10% auf 1,900 Mio. boe/Tag.
Im Zeitraum 2005 bis 2007 sei die Statoil-Aktie mit einem durchschnittlichen KGV von 10,0 gehandelt worden; basierend auf der anteiligen Gewinnerwartung der Analysten von Hauck & Aufhäuser für die kommenden 12 Monate von 22,73 NOK (2007 22,17 NOK und 2008 23,40 NOK) errechne sich auf Basis des historisch durchschnittlichen KGV von 10 ein Kursziel von 227 NOK. Die KGV-Höchstwerte von Statoil hätten sogar deutlich höher gelegen, so dass man ein KGV von 10,5 und damit in den kommenden 12 Monaten ein Kursziel von 238 NOK als erreichbar erachte. Den Aufbau einer Bewertungsprämie gegenüber den europäischen Öl-Blue-Chips erachte man aufgrund StatoilHydros hoher Qualität einerseits und fehlender strategischer und operativer Schwachpunkte andererseits als gerechtfertigt. Das Kursziel sehe man bei 238 NOK.
Die Analysten von Hauck & Aufhäuser nehmen die Aktie von StatoilHydro in die H&A-Aktien-Select-Liste auf und empfehlen das Papier zum Kauf. (Analyse vom 19.06.2008) (19.06.2008/ac/a/a)
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