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Analysen - Ausland
06.06.2008
voestalpine kaufen
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, empfiehlt die Aktie von voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) unverändert zu kaufen.

voestalpine habe diese Woche Zahlen für das Wirtschaftsjahr 2007/08 präsentiert. Umsätze, EBITDA und EBIT hätten genau die Erwartungen der Analysten getroffen. Die Umsätze hätten organisch, sowie aufgrund der Erstkonsolidierung von Böhler-Uddeholm um 48,7% auf EUR 10.481 Mio. zugelegt und das EBITDA habe sich um 34,5% auf EUR 1.837 Mio. erhöht.

Im vierten Quartal sei ein schwächeres Ergebnis in der Division Bahnsysteme aufgrund sinkender Preise für Nahtlosrohre (welche jedoch langsam wieder zu einer Erholung ansetzen) durch volle Kapazitätsauslastung und höhere Stahlpreise bei Langfristverträgen (rd. 40% der Volumen) kompensiert worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei 13,8% auf EUR 1.152,6 Mio. gestiegen und maßgeblich mit EUR 350,4 Mio. außerordentlichen Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation aus dem Kauf der Böhler belastet gewesen, wodurch von der Böhler de facto kein Beitrag zum operativen Gewinn übriggeblieben sei.

Diese Aufwendungen seien nicht Cash Flow wirksam und sollten bei einer rein wirtschaftlichen Betrachtung wieder zum Ergebnis hinzugezählt werden, was beim EBIT einen Anstieg um 48,6% auf EUR 1,503 Mio. bedeuten würde. Das Nettoergebnis nach Minderheiten und Hybridkapital sei aufgrund der Finanzierungskosten für die Böhler Übernahme und einem negativen Beitrag aus nicht fortgeführten Bereichen (EUR -25 Mio.; hauptsächlich a.o.) um 5,2% auf EUR 718 Mio. gesunken.

Stark steigende Kosten für Eisenerz, Schrott, Kohle und Energie hätten in den letzten Monaten zu starken Anstiegen bei den Stahlpreisen geführt. Neben der laufenden Anhebung von Quartals- und Halbjahresverträgen habe das Unternehmen nun angekündigt, auch in langfristige Verträge selektiv eingreifen zu wollen. Den Berechnungen der Analysten zufolge sollten die Preisanpassungen der voestalpine ausreichend sein, die höheren Kosten auf Sicht des Gesamtjahres 2008/09 zu kompensieren.

Auch das Management blicke weiterhin optimistisch in die Zukunft und erwarte eine stabil gute Entwicklung aller wichtigen Kundenindustrien und Divisionen. Der gewohnt vorsichtige Ausblick auf 2008/09 sehe Ergebnisse zumindest auf Höhe des abgelaufenen Wirtschaftsjahres vor. Auch die Dividende pro Aktie sei wie von den Analysten erwartet kräftig von EUR 1,45 auf EUR 2,10 angehoben.

Die Analysten der Erste Bank bleiben weiterhin bei ihrer positiven Einschätzung der voestalpine-Aktie und bestätigen ihre Kaufempfehlung. Das Kursziel betrage 65 EUR. (Analyse vom 06.06.2008) (06.06.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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