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News - Nebenwerte
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27.05.2008
IKB: Hoher Verlust nach neun Monaten, Ausblick bestätigt
aktiencheck.de
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) gab am Dienstag bekannt, dass sie in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2007/08 einen hohen Verlust erwirtschaftet hat, wobei sich das Kerngeschäft behauptet zeigte. Der Ausblick wurde indes bestätigt.
Der Konzernfehlbetrag im Zeitraum vom 1. April 2007 bis zum 31. Dezember 2007 belief sich auf knapp -1,0 Mrd. Euro, nach einem Überschuss von 142 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Verluste bei den Portfolioinvestments führten zu einem Fair-Value-Ergebnis von knapp -2,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 88 Mio. Euro) und einem Finanzanlageergebnis von über -1,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 7 Mio. Euro). Diesen steht das positive Ergebnis aus Risikoübernahme durch den Bankenpool in Höhe von 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) gegenüber.
Der Zinsüberschuss betrug 410 Mio. Euro (Vorjahr: 492 Mio. Euro), die Risikovorsorge im Kreditgeschäft 207 Mio. Euro (Vorjahr: 192 Mio. Euro) und der Provisionsüberschuss 44 Mio. Euro (Vorjahr: 45 Mio. Euro). Die Verwaltungsaufwendungen lagen bei 271 Mio. Euro (Vorjahr: 222 Mio. Euro).
Das dritte Quartal hat die IKB mit einem Ergebnis nach Steuern von 10 Mio. Euro ausgeglichen abgeschlossen. Einem positiven Ergebnis von 32 Mio. Euro aus dem operativen Geschäft und 109 Mio. Euro Fair-Value-Gewinnen auf Verbindlichkeiten standen 70 Mio. Euro weitere Verluste auf Portfolien und Finanzinstrumente sowie 61 Mio. Euro Steueraufwand gegenüber.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2007/08 geht die IKB weiterhin von einem Ergebnis von -0,2 Mrd. Euro aus. Die positiven Ergebnisbeiträge - nach dem Neun-Monats-Verlust von -1,0 Mrd. Euro - erklären sich insbesondere aus folgenden Effekten, die erst im vierten Quartal wirksam werden: Bilanzierung einer weiteren Risikoabschirmung für Havenrock; Weitere Erhöhung des Ertrags aus der Bewertung der Passiva (vor allem der hybriden Kapitalinstrumente); Positiver Effekt von rund 350 Mio. Euro aus der Bewertung des Besserungsscheins aus den Sanierungsdarlehen der KfW.
Wie das Kreditinstitut weiter mitteilte, verläuft der Verkaufsprozess der Anteile der KfW (45,5 Prozent) und der Stiftung Industrieforschung (10,7 Prozent) an der IKB weiter planmäßig. Im Mai führte die IKB mit neun Bietern Management- und Expertengespräche. Mittlerweile liegen der KfW eine Reihe von interessanten, gehärteten Angeboten vor. Die KfW beabsichtigt, die Anzahl der Bieter weiter zu reduzieren und dann in eine entscheidende Verhandlungs- und Due Diligence-Runde zu gehen.
Die Aktie der IKB Deutsche Industriebank schloss gestern bei 3,79 Euro (+1,34 Prozent). (27.05.2008/ac/n/nw)
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