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Analysen - Ausland
24.01.2002
Quest Diagnostics nicht überteuert
Wirtschaftswoche

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Nach Ansicht der Börsenkenner vom Magazin "Wirtschaftswoche" sind die Aktien von Quest Diagnostics (WKN 904533) nicht überteuert.

Outsourcing werde nicht nur in der Industrie als wichtiges Kosteneinsparungs-Instrument verwendet. Mittlerweile ließen sich auch in der Medizin mit dem Ausgliedern von Aufgaben die Kosten reduzieren. Hierauf baue Quest Diagnostics. Jährlich würden über 50 Millionen Tests in 180 Laboratorien und 1.300 Patientenservice-Centern durchgeführt. Die Test-Palette reiche von HIV- über Drogen- bis hin zu Cholesterinuntersuchungen.

Die Übernahme des klinischen Testbereichs von SmithKline habe sich Quest in den USA an die Spitze katapultiert. An der Börse sei die Gesellschaft mit 6,9 Milliarden US-Dollar bewertet. Im vergangenen Jahr habe Quest zwei weitere Firmen übernommen und nach Meinung der Experten dürften dies nicht die letzten gewesen sein. Analysten zufolge sorge der Wachstumstrend dieses Sektors in den kommenden drei bis fünf Jahren für eine Umsatzsteigerung von acht bis zehn Prozent pro Jahr.

Zunächst sei die Gesellschaft damit beschäftigt, die jährlichen Synergieeffekte von 150 Millionen US-Dollar aus den Übernahmen sowie die Margenausdehnung abzusichern. Bei den Tests komme es zu einer weiteren Standardisierung, was ab 2004 dem Gewinn zu weiteren zweistelligen Schüben verhelfen solle.

Ersten Gewinnprognosen zufolge werde für 2001 ein ungefähr 75-prozentiger Anstieg auf 185 Millionen US-Dollar erwartet. Der Umsatz solle hierbei um acht Prozent auf 3,6 Milliarden steigen. Für 2002 gingen die ersten Prognosen von fast vier Milliarden US-Dollar Geschäftsvolumen und einem Reingewinnanstieg von über 50 Prozent aus. Für 2002 errechne sich somit ein KGV von 25.

Hinsichtlich nach wie vor günstiger Perspektiven sind die Aktien von Quest Diagnostics somit nicht überteuert.



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