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Analysen - Nebenwerte
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19.05.2008
ADVA für spekulativ agierende Anleger
Antizyklischer Börsenbrief
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www.optionsscheinecheck.de
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München (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" eignen sich die Aktien von ADVA (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) für spekulativ agierende Anleger.
Wenig Freude hätten die Anleger während der vergangenen Monate an den Anteilsscheinen von ADVA Optical Networking gehabt. Der Konzern mit Firmensitz in München habe zu Zeiten des Neuen Marktes als absoluter Börsenliebling gegolten. Viel sei davon nicht übrig geblieben. Doch nach einer längeren Durstrecke könnte die Sache allmählich wieder interessant werden.
Enttäuschend sei die Bilanz für das Gesamtjahr ausgefallen: Zwar habe der Konzern einen Umsatzanstieg um 30,5 Prozent auf 251,5 Millionen Euro erzielen können. Das Betriebsergebnis habe sich allerdings um 19,6 Millionen Euro auf -18,7 Millionen Euro verschlechtert. Und der Jahresverlust habe sich mit 29,5 Millionen Euro oder 0,64 Euro je Aktie fast verdreifacht.
Der Umsatzanstieg sei vor allem auf die erstmals ganzjährig konsolidierte Movaz zurückzuführen gewesen. ADVA habe im vierten Quartal erheblich unter geringeren Bestellungen der großen Netzbetreiber in Europa gelitten. Zudem seien die Umsatzbeiträge eines wesentlichen Vertriebskanals in den USA deutlich gesunken.
Für das erste Quartal 2008 rechne der Konzern mit einem Umsatz zwischen 51 und 55 Millionen Euro und einer negativen Proforma-Betriebsergebnismarge von vier bis acht Prozent. Bis zum dritten Quartal 2008 wolle ADVA die Mitarbeiterzahl um sieben Prozent abbauen. Dabei würden einmalige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von rund drei Millionen Euro anfallen. Weiterhin sollten unrentable Forschungs- und Entwicklungsstätten geschlossen werden. Insgesamt sei auch der Ausblick auf das laufende Quartal enttäuschend ausgefallen.
Belasten dürfte mittelfristig auch das bevorstehende Ausscheiden der ADVA-Aktie aus dem TecDAX. Dies dürfte sich negativ auf das Investoreninteresse auswirken.
Gleichzeitig weise das Geschäftsmodell gehöriges Wachstumspotenzial auf. Der Aktienkurs zeige eine Bodenbildung, und, ganz wichtig, die Insider würden sehr massiv die eigenen Aktien kaufen. Im Kursverlauf falle nach einer dramatischen Talfahrt ein markanter Umsatzanstieg auf, dann eine Bodenbildung. Aktuell werde ein erster leichter Aufwärtstrend sichtbar. Aus solchem Stoff seien Überraschungen gestrickt. Es würde nicht wundern, wenn die Insider mehr wüssten als bislang in der Öffentlichkeit bekannt sei. Bei ADVA sei die Bewertung inzwischen recht moderat.
Spekulativ agierende Anleger könnten sich auf dem gegenwärtigen Kursniveau einige ADVA-Aktien ins Depot legen, sollten aber den Stopp-Loss im Bereich des März-Tiefs bei 1,34 Euro nicht vergessen, so die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief". (Ausgabe 5 vom 14.05.2008) (19.05.2008/ac/a/nw)
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