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News - Nebenwerte
05.05.2008
Süd-Chemie meldet Zahlen zum ersten Quartal 2008
Ad hoc

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München (aktiencheck.de AG) - Ad hoc-Mitteilung der Süd-Chemie AG (ISIN DE0007292005/ WKN 729200):

Wirtschaftliche Rahmenentwicklung

Trotz steigender Preise auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten sowie der Belastung durch die US-Immobilienkrise haben Weltwirtschaft und Welthandel zu Jahresbeginn 2008 ihren Wachstumskurs fortgesetzt, wenn auch mit gebremster Dynamik. Während sich das Wachstum in Nordamerika zu Beginn des laufenden Jahres deutlich abgeflacht hat, entwickelt sich der Wirtschaftsraum Asien nach wie vor mit hohen Wachstumsraten.

Nahezu unverändert kraftvoll expandieren vor allem die Volkswirtschaften Chinas und Indiens, angetrieben von dem anhaltenden Investitionsboom und dem hohen Exportwachstum. Aber auch die anderen asiatischen Schwellenländer entwickeln sich weiterhin lebhaft. Japans Wirtschaft blieb vor allem infolge der Auslandsnachfrage und des sich inzwischen stabilisierten privaten Konsums auf einem moderaten Wachstumskurs. In Lateinamerika entwickelt sich die Konjunktur bisher weiterhin dynamisch, auch wenn nicht das Niveau des Vorjahres erreicht wird.

Zum Jahresauftakt war die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum weiterhin aufwärtsgerichtet, Zwar wurde die Expansion infolge des hohen Euro-Außenwertes gedämpft, jedoch blieb der Anstieg der Auslandsnachfrage hoch. Insbesondere aufgrund der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt expandierte die Binnennachfrage insgesamt stärker als im Vorjahr. Nach wie vor von der Exportnachfrage geprägt, trug auch in Deutschland der moderate Anstieg der Binnennachfrage zur Stärkung der Wirtschaftskraft bei. Bisher hat der Anstieg des Außenwerts der europäischen Gemeinschaftswährung das Wachstum der deutschen Exportwirtschaft kaum beeinträchtigt.

Im Zuge der insgesamt robusten weltwirtschaftlichen Situation blieb auch die chemische Industrie zu Beginn des Jahres auf Wachstumskurs. Während die chemische Industrie in Asien und im Mittleren Osten weiterhin die höchsten Produktionszuwächse erzielt, nimmt auch das Wachstum in Amerika und in Europa weiter zu. In Nordamerika verzeichnet die Chemieproduktion einen moderaten Anstieg, in Lateinamerika wächst die Chemieproduktion zu Beginn des Jahres 2008 auf dem Niveau des Vorjahres. In der Europäischen Union (EU 27) blieb das Wachstum der Chemieproduktion zum Jahresauftakt geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Und auch in Deutschland verlangsamte sich die Wachstumsdynamik der Chemieproduktion leicht.

Erfolgreicher Geschäftsverlauf Süd-Chemie Konzern

Die wirtschaftliche Entwicklung des Süd-Chemie Konzerns knüpfte im 1. Quartal 2008 an das erfolgreiche Vorjahr an. In den ersten drei Monaten haben wir deutliche Zuwächse bei Konzernumsatz und Konzernergebnis erzielt. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 21,6 Mio. Euro beziehungsweise 8,7 Prozent auf 269,2 Mio. Euro. Negative Wechselkurseffekte haben den Umsatz im 1. Quartal im Vorjahresvergleich mit 10,8 Mio. Euro belastet. Bereinigt um diese Effekte verzeichnete der Konzern einen Umsatzanstieg von 13,1 Prozent. Beide Unternehmensbereiche trugen zu dieser positiven Entwicklung bei, besonders stark nahm jedoch die Nachfrage nach Süd- Chemie Bleicherden und Gießereiprodukten in Europa zu.

Kennzahlen Süd-Chemie Konzern

Q1 2008 2007 Q1 2007 2006

Umsatz 269,2 1.075,1 247,6 1.002,7
EBITDA 1) 37,9 142,2 35,3 122,5
EBIT 2) 27,0 100,8 24,9 83,5
Mitarbeiter3) 5.137 5.031 4.817 4.779

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)
3) Am Periodenende

Erfreulich entwickelte sich in den ersten drei Monaten 2008 auch das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT). Das EBIT stieg entsprechend dem Umsatzwachstum und erhöhte sich im Berichtszeitraum von 24,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 27,0 Mio. Euro im 1. Quartal 2008. Das entspricht einem Plus von 2,1 Mio. Euro oder 8,4 Prozent. Der ertragsstarke Unternehmensbereich Katalysatoren steigerte sein Ergebnis deutlich überproportional im Vergleich zur Umsatzentwicklung. Der Ergebniszuwachs ist im Wesentlichen auf die Einführung neuer und verbesserter Produkte, auf Prozessoptimierungen sowie auf die erfolgreiche regionale Geschäftsexpansion zurückzuführen. Zunehmend gelingt es beiden Unternehmensbereichen, die deutlich gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten durch höhere Verkaufspreise zu kompensieren. Der Süd-Chemie Konzern beschäftigte am 31. März 2008 insgesamt 5.137 Mitarbeiter, 106 mehr als zum Bilanzstichtag 2007.

Unternehmensbereich Adsorbentien

Der Unternehmensbereich Adsorbentien umfasst die vier Geschäftsbereiche Adsorbentien und Additive, Gießereiprodukte und Spezialharze, Schutzverpackungen sowie Wasserbehandlung.

Unternehmensbereich Adsorbentien in Zahlen

Q1 2008 2007 Q1 2007 2006

Umsatz 170,8 639,0 155,3 588,1
EBITDA 1) 22,5 82,5 22,1 69,0
EBIT 2) 17,8 64,8 17,6 50,8
Mitarbeiter3) 2.914 2.869 2.752 2.724

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)
3) Am Periodenende

Der Unternehmensbereich erzielte im 1. Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzzuwachs von 15,5 Mio. Euro oder 10,0 Prozent auf 170,8 Mio. Euro. Der Umsatzanstieg resultiert insbesondere aus der erfolgreichen Geschäftsentwicklung mit Gießereiprodukten, Bleicherde und bleifreien Stabilisatoren (Hydrotalcit) für die Herstellung von PVC. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) nahm gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,2 Mio. Euro auf 17,8 Mio. Euro leicht zu. Nur mit Verzögerungen ist es uns gelungen, die stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten an unsere Kunden weiterzugeben. Im Unternehmensbereich Adsorbentien waren zum 31. März 2008 insgesamt 2.914 Mitarbeiter beschäftigt.

Unternehmensbereich Katalysatoren

Der Unternehmensbereich Katalysatoren setzt sich aus den beiden Geschäftsbereichen Katalysatoren-Technologie sowie Energie und Umwelt zusammen.

Unternehmensbereich Katalysatoren in Zahlen

Q1 2008 2007 Q1 2007 2006

Umsatz 98,4 436,1 92,3 414,6
EBITDA 1) 20,8 91,3 17,9 80,2
EBIT 2) 15,7 71,5 12,9 63,4
Mitarbeiter3) 1.858 1.828 1.745 1.734

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)
3) Am Periodenende

Der Unternehmensbereich verzeichnete in den ersten drei Monaten des Berichtsjahrs eine erfreuliche Geschäftsausweitung. Im Vergleich zum starken Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um 6,1 Mio. Euro oder 6,6 Prozent auf 98,4 Mio. Euro. Die positive Geschäftsentwicklung ist vor allem auf die weiterhin steigende Nachfrage nach Petrochemiekatalysatoren in Asien und im Mittleren Osten zurückzuführen. Umsatz- und ergebnismindernd wirkte sich für den Unternehmensbereich Katalysatoren die Stärke des Euro-Außenwerts insbesondere gegenüber dem US-Dollar aus. Dank der guten Marktposition, des innovativen Katalysatorenportfolios und der mit der Geschäftsausweitung einhergehenden höheren Auslastung der Produktionsanlagen nahm das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. Euro beziehungsweise 21,7 Prozent zu und erreichte 15,7 Mio. Euro. Der Unternehmensbereich Katalysatoren beschäftigte am 31. Mai 2008 insgesamt 1.858 Mitarbeiter.

Zentralfunktionen

Die Zentralfunktionen umfassen die zentralen Konzernfunktionen der Süd-Chemie AG zur effizienten Steuerung des Süd-Chemie Konzerns und seiner zahlreichen Tochter- und Beteiligungsunternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus enthalten die Zentralfunktionen auch die bei Tochtergesellschaften vorhandenen, den dortigen operativen Geschäftsbereichen nicht direkt zuordnenbaren Funktionen. Unter den Zentralfunktionen werden neben den Kosten des Konzernmanagements einschließlich zentraler Dienstleistungen auch die Kosten für die zentrale strategische Forschung und Entwicklung erfasst.

Zentralfunktionen in Zahlen

Q1 2008 2007 Q1 2007 2006

EBITDA 1) -5,4 -31,6 -4,7 -26,7
EBIT 2) -6,5 -35,5 -5,6 -30,7
Mitarbeiter3) 365 334 320 321

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)
3) Am Periodenende

Die Zunahme der Zentralfunktionskosten in den ersten drei Monaten 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Zentralfunktion Strategische Forschung, hier insbesondere der Bereich Biokatalyse, zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die konsequent fortgeführte Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Rahmen des Konzernprogramms FREE FOR CUSTOMERS aus. Am 31. März 2008 waren in den Zentralfunktionen mit 365 Mitarbeitern, davon 241 Mitarbeiter bei der Süd-Chemie AG (einschließlich 40 Auszubildende) und 124 bei den Konzerngesellschaften, 31 Mitarbeiter mehr als am 31. Dezember 2007 beschäftigt.

Aktienkursentwicklung Süd-Chemie AG

Die Aktie der Süd-Chemie AG entwickelte sich in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2008 insgesamt zufriedenstellend. In einem im 1. Quartal 2008 durchweg nervösen Börsenumfeld stieg der Wert unseres Wertpapiers. Mit einem Kurs von 79,30 Euro in das neue Geschäftsjahr gestartet, entwickelte sich der Wert der Aktie zunächst schwächer und fiel am 23. Januar 2008 auf den Jahrestiefststand, um dann bis zum 28. Februar 2008 auf 84,00 Euro zuzulegen. Dieser Kurs markiert den bisherigen Höchstkurs der Süd-Chemie AG Aktie im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2008. Nach diesem Kursanstieg bewegte sich der Süd- Chemie Kurs bis zum Quartalsende in einer Spanne zwischen 83,85 Euro und 77,50 Euro.

Am 31. März 2008 betrug der Preis für eine Aktie der Süd-Chemie AG 81,00 Euro. Die Aktienkursentwicklung in den ersten drei Monaten entspricht einem Anstieg von 2,1 Prozent. Somit erhöhte sich die Marktkapitalisierung der Süd- Chemie AG gegenüber dem Jahresende 2007 um 20,1 Mio. Euro und betrug zum Ende des 1. Quartals 2008 insgesamt 959,0 Mio. Euro. Im Vergleich zu dem zweiprozentigen Anstieg der Aktie der Süd-Chemie AG fiel der führende Börsenindex DAX 30 in den ersten drei Monaten 2008 um 17,8 Prozent und der Chemie-Index um 13,2 Prozent.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2008

Seit der zweiten Jahreshälfte 2007 verlangsamt sich die Wachstumsdynamik der Weltkonjunktur. Auslöser für die gebremste Expansion ist die hohe Unsicherheit auf den Finanzmärkten infolge der sich im Frühsommer 2007 ausbreitenden Immobilienkrise in den USA und den daraus resultierenden Kreditausfällen. Trotz der weiterhin bestehenden Unsicherheiten sowie eines weiteren Anstiegs des Ölpreises rechnen wir im Geschäftsjahr 2008 mit zufriedenstellenden Wachstumsraten bei Weltwirtschaft und Welthandel, wenngleich deutlich weniger dynamisch als im vergangenen Jahr.

Vor allem auf der Grundlage der intakten binnenwirtschaftlichen Dynamik in den Schwellenländern, der insgesamt guten Ertragssituation der Unternehmen und der Zunahme der Beschäftigung in vielen Industrieländern, aber auch infolge der entschlossenen finanzpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank zur Stützung der US-amerikanischen Volkswirtschaft rechnen wir für das Jahr 2008 mit einem Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts in Höhe von knapp 3 Prozent.

Bei der chemischen Industrie, die mit großem Abstand größte Abnehmerbranche von Süd-Chemie Produkten, erwarten wir für das laufende Jahr ebenfalls eine Expansion mit gebremster Geschwindigkeit. Die Weltchemieproduktion wird im Jahr 2008 weltweit voraussichtlich mit robusten 3,5 Prozent zulegen, nach 3,9 Prozent im Vorjahr.

Ausgehend von diesen insgesamt zuversichtlichen Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft und für die Produktionsentwicklung der chemischen Industrie werden wir auch im Geschäftsjahr 2008 unsere anspruchsvollen Ziele erreichen. Wir werden unsere erfolgreiche ertragsorientierte Wachstumsstrategie weiter konsequent verfolgen: Auf der Grundlage unserer sich zügig ausweitenden Technologieplattform und mit unserer strikten Kundenorientierung werden wir die führenden globalen Marktpositionen weiter ausbauen und die sich uns bietenden zahlreichen Wachstums- und Ertragschancen nutzen.

Der Verlauf des 1. und der Auftakt des 2. Quartals 2008 bestätigen unsere mit dem Jahresabschluss 2007 veröffentlichte Prognose: Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 erwarten wir, den Konzernumsatz in einer Größenordnung zwischen 7 und 11 Prozent und das Konzernergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) um 10 bis 15 Prozent zu steigern. Die Vorraussetzungen hierfür sind eine insgesamt stabile Weltwirtschaft und weiterhin günstige Bedingungen in den für die Süd-Chemie relevanten Kundenbranchen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Unsicherheiten und Risiken, die außerhalb der Möglichkeiten der Süd-Chemie bezüglich einer Kontrolle oder einer präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser, mehrere oder andere Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen.

Es ist von der Süd-Chemie weder beabsichtigt noch übernimmt die Süd-Chemie eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen. (Ad hoc vom 05.05.2008) (05.05.2008/ac/n/nw)


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