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Analysen - Ausland
18.01.2002
Austrian Airlines neutral
RZB Österreich

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Die Analysten der österreichischen Raiffeisenzentralbank (RZB) bleiben auf Grund der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2001 bei ihrer neutralen Empfehlung für Aktien der Austrian Airlines (WKN 875224).

Die Austrian Airlines Gruppe habe für das Gesamtjahr 2001 einen vorläufigen Verlust vor Steuern von rund Euro 150 Mio. bekannt gegeben. Die Analysten gehen von einem Umsatz von Euro 2,1 Mrd. aus. Das endgültige Ergebnis werde am 18. April publiziert. Für 2002 sollten die ersten Maßnahmen der Umstrukturierung und Streckenoptimierung greifen. Die Analysten würden zwar ein positives operatives Ergebnis (EBIT) von Euro 5,8 Mio. erwarten, das Ergebnis vor Steuern werde aber nach wie vor von einem negativen Finanzergebnis geprägt sein.

Im laufenden Geschäftsjahr rechneten die Analysten mit einer Steigerung des Umsatzes um 2,4% auf Euro 2,2 Mrd., die durch Tariferhöhungen erzielt werden könne. Die Analysten gehen von einem leicht positiven operativen Ergebnis aus, allerdings belaste das hohe negative Finanzergebnis weiterhin das Ergebnis vor Steuern. Diese Situation sollte sich allerdings 2003 insofern verbessern, als die EBIT-Marge (EBIT = Gewinn vor Zinsen und Steuern) mit 3% deutlich positiv werden solle. Grund dafür werde eine weitere Umsatzsteigerung durch eine Erhöhung der Passagierzahlen gegenüber 2002 um 2,8% sein. Die Personaltangente werde durch die eingeleiteten Maßnahmen bereits 2002 deutlich auf 18,3% gesenkt werden können. Die Finanzierung der neu zu erwerbenden Flugzeuge über Operatives Leasing werde auch eine Verbesserung der Kapitalstruktur möglich machen. Das Management sehe als 4-Jahres-Ziel eine Verbesserung der Eigenkapitalquote von derzeit 13,5% auf 20% vor.

Die Aktie der Austrian Airlines zeige zur Zeit auf Basis des Unternehmenswertes einen Aufschlag zur Gruppe der Mitbewerber, der auf die hohe Nettoverschuldung im Vergleich mit einer geringen Markkapitalisierung zurückzuführen sei. Auf Basis der Marktkapitalisierung zeige sich allerdings eine Unterbewertung. Der derzeitige Verschuldungsgrad des Unternehmens mache aber die Einbeziehung der Verbindlichkeiten im Vergleich zur Peer-Group notwendig. Daher belassen die Analysten der RZB ihre Empfehlung weiterhin auf neutral.


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