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Analysen - DAX 100
21.04.2008
Deutsche EuroShop kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, bewertet die Deutsche EuroShop-Aktie (ISIN DE0007480204/ WKN 748020) unverändert mit dem Rating "kaufen".

Die Deutsche EuroShop habe am Freitag die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Diese hätten sich bei einigen Posten gravierend von den vorläufigen Zahlen unterschieden.

Der Umsatz habe 3,1% über dem Vorjahr sowie leicht über den vorläufigen Zahlen in Höhe von 95,7 Mio. EUR gelegen. Flächenbereinigt sei der Umsatz um 3,0% gestiegen. Auch das EBIT habe über den im Februar veröffentlichten Zahlen gelegen. Dass das EBIT unter den Vorjahreswert gelegen habe, begründe sich durch den Verkauf von zwei Shoppingcentern im Laufe des Jahres 2006. Damit seien deren operative Gewinne sowie die beim Verkauf der Objekte erzielten Veräußerungsgewinne weggefallen.

Die Bewertungsgewinne der endgültigen Zahlen würden stark von den vorläufig gemachten Angaben (über 45 Mio. EUR) divergieren. Grund für diesen Unterschied sei vor allem das Einbeziehen von Bewertungsgewinnen des Objektes in Danzig mit rund 4,5 Mio. EUR. Die Bewertung dieses Objektes sei von der Gesellschaft selbst vorgenommen worden, um den anderen Investoren in diesem Center den Wert aufzeigen zu können.

Überrascht seien die Analysten dagegen von der Höhe der Belastungen im Posten Finanzergebnis gewesen. Hier hätten sich vor allem höhere Belastungen für die Dritte ausgewirkt. Da die Deutsche Euroshop einige Center nicht zu 100% im Bestand habe, müsse sie die entsprechenden Gewinne mit den anderen Gesellschaften teilen. Vor allem die Bewertungsgewinne im Center in Danzig hätten sich darin negativ ausgewirkt.

Zusätzlich sei das Ergebnis der Gesellschaft durch Anpassung der in den Vorjahren gebildeten latenten Steuerrückstellungen sekundiert worden. Hieraus hätten nicht cash-wirksame 29,7 Mio. EUR resultiert. Hintergrund sei hier die Unternehmensteuerreform in Deutschland, die den Körperschaftsteuersatz von 25% auf 15% reduziert habe.

Für das Jahr 2008 habe die Gesellschaft ihren Ausblick mit einem Umsatz von 110 bis 113 Mio. EUR und einem EBIT in Höhe von 90 bis 92 Mio. EUR unterstrichen. Im Jahr 2009 sollten die Umsätze durch die bis dahin eröffneten Shoppingcenter nach Gesellschaftsangaben auf 119 bis 121 Mio. EUR anwachsen. Das EBIT solle dann 100 bis 102 Mio. EUR betragen. Für den Gewinn vor Steuern, ohne Einbezug der Bewertungsgewinne sei eine Guidance für 2008 von 43 bis 45 Mio. EUR und für 2009 49 bis 51 Mio. EUR bekannt gegeben.

Nach Erachten der Analysten sollten die Ergebnisse im Jahr 2008 und 2009 innerhalb der Guidance liegen. Der von den Analysten geschätzte Konzernüberschuss für 2008 und 2008 beinhalte noch den Einfluss von Bewertungsgewinnen. Die Analysten würden ihr Modell dahingehend anpassen, dass sie von höheren Zahlungen an Dritte ausgehen würden. Hintergrund sei die gute Performance der ausländischen Shoppingcenter, an denen die Deutsche Euroshop einen geringeren Relativanteil habe als bei ihren inländischen Beteiligungen. Dies verringere die Gewinne je Aktie.

Zudem habe die Gesellschaft bekannt gegeben, sich an einem Development-Projekt beteiligt zu haben. Im Rahmen dieser Maßnahme wolle die Gesellschaft in den nächsten Jahren zusammen mit der ECE ein Shoppingcenter in Deutschland entwickeln. Ein weiteres mögliches Entwicklungsprojekt sei im Verhandlungsstatus. Diese Entwicklungsprojekte würden im Geschäftsjahr 2008 nur einen geringen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben. Sollte das Entwicklungsprojekt dagegen erfolgreich sein, dürfte eine höhere Rendite zu erwirtschaften sein (ca. 6% Nettoanfangsrendite). Weitere Angaben zu diesem Thema habe das Management nicht gemacht.

Für dieses Jahr habe die Gesellschaft zudem weitere Zukäufe von Shoppingcentern in Aussicht gestellt. Das Management sei zuversichtlich, in 2008 bereits bestehende oder sich im Bau befindliche Objekte zu erwerben.

Am 14. Mai gebe die Gesellschaft zudem die Zahlen für das erste Quartal bekannt, die Analysten würden dabei von folgenden Zahlen ausgehen: Positiv auf dem Umsatz sollten sich vor allem die in 2007 und 2008 neu eröffneten Shoppingcenter auswirken. Auf der Ebene des Konzernüberschusses würden sich zusätzlich auch die geringeren steuerlichen Belastungen auswirken. Im Blickpunkt stünden weiterhin die Pläne für die zukünftige Expansion der Gesellschaft. Nachdem bei der Präsentation der Jahreszahlen schon erste Andeutungen gemacht worden seien, erwarte man dazu bei der Vorlage der Quartalszahlen nähere Angaben.

Insgesamt würden die Analysten die Deutsche Euroshop mit den endgültigen Zahlen weiter auf dem Wachstumspfad sehen. Der Ausblick 2008 und 2009 untermauere dies. Dennoch bleibe die Frage nach neuen Investitionsobjekten offen, denn das bis jetzt eingegangene Joint Venture mit ECE müsse erst entwickelt werden, was einige Zeit in Anspruch nehme und mit einem höheren Risiko als andere Investitionen behaftet sei.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe behalten ihr Kursziel 30,00 EUR bei und stufen die Deutsche EuroShop-Aktie weiterhin mit "kaufen" ein. (Analyse vom 21.04.2008) (21.04.2008/ac/a/d)


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