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Analysen - Ausland
16.01.2002
Mattel Konsolidierungskurs
Investor-Village

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Die Aktie Mattel Inc. (WKN 851704) befindet sich auf Konsolidierungskurs, so die Analysten von Investor-Village.

Trotz der starken Marken hätten Mattels Gewinne in den vergangenen Jahren keine Kontinuität aufgewiesen. Die Sparte Learning Company, Entwicklung von Spiel- und Lernsoftware habe hohe Verluste geschrieben. Im Mai 2000 habe der frühere CEO von Kraft Foods, Robert Eckert, das Ruder bei Mattel übernommen. Vier Monate später habe er die Neuausrichtung bekannt gegeben. Der Hauptpunkt: Konzentration auf die Kernmarken und Verkauf der Learner Company.

Der neue Unternehmenschef Eckert habe vor eineinhalb Jahren den Restrukturierungsplan mit folgenden Zielen vorgelegt: Konzentration auf die Kernmarken, Kosteneinsparungen durch Abbau von Überkapazitäten und Verbesserung des Cash Flow.

Im September 2000 habe Eckert den Restrukturierungsaufwand auf 170 Mio. US-Dollar taxiert. Davon seien bis zum dritten Quartal 2001 bereits 112 Mio. US-Dollar angefallen. Die restlichen 58 Mio. US-Dollar sollten die Finanzergebnisse längstens bis 2003 belasten. Die erwarteten Einsparungen aus der Neuausrichtung sollten für 2001 55 Mio. US-Dollar betragen.

Im Ranking der einhundert wertvollsten Marken belege Barbie Platz 84. Der Markenwert sei laut Business Week von 2,3 Mrd. auf 2 Mrd. US-Dollar (Veröffentlichung August 2001) gesunken. Der erste Barbie-Film sei seit Oktober auf Video und DVD erhältlich. Das Unternehmen erhoffe sich durch den computeranimierten Film eine Stärkung der Marke. Zudem habe die Flaute in der Werbeindustrie die Preise für Werbung deutlich sinken lassen. So seien die erhöhten Werbeanstrengungen für die Kernmarken mit geringeren Aufwendungen als im Vorjahr möglich. Mattel investiere in 2001 ca. 13% des Umsatzes in Werbung.

Der Abbau von Überkapazitäten mache sich in den Geschäftszahlen bereits positiv bemerkbar. Die Bruttomarge sei in den ersten drei Quartalen 2001 von 43,4% im Vorjahreszeitraum auf 46,2% gestiegen. Der Gewinn von Januar bis September 2001 von 161 Mio. US-Dollar stehe einem Verlust von 502 Mio. US-Dollar in der Vorjahresperiode gegenüber.

Mattel zahle seit 2000 keine Quartalsdividende mehr, um den Cash Flow zu schonen. Trotzdem sei der Bestand der flüssigen Mittel nach drei Quartalen in 2001 um 30 Mio. US-Dollar auf 66 Mio. US-Dollar gesunken. Der operative Cash Flow, Mittel die Unternehmen aus eigener Kraft erwirtschaften, sei mit -587 Mio. US-Dollar schlechter als in der Vorperiode (-394 Mio. US-Dollar). Die Verbesserung des Cash Flow sei bislang eindeutig nicht erreicht.

Die Mattel-Aktie koste derzeit 18 US-Dollar. Der 52-Wochen-Bereich liege zwischen 19,92 und 14,52 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung betrage 8 Mrd. US-Dollar.

Mattel sei abhängig von den Spielgewohnheiten der Kinder. Der Entwurf neuer Produkte müsse die veränderten Präferenzen treffen. Dabei erschwere der starke saisonale Einfluss Mattels Planungen. Spielzeug werde vor allem während der Schulferien und zur Weihnachtszeit gekauft. So sei der Umsatz im dritten und vierten Quartal doppelt so hoch wie in den vorhergehenden. Die Produktion der benötigten Menge neuer Produkte sei schwer zu schätzen und könne nicht schnell genug angepasst werden.

Mattel rechne für die kommenden drei bis fünf Jahre mit einem mittleren einstelligen Umsatzwachstum. Der Zuwachs beim Gewinn pro Aktie solle im unteren zweistelligen Bereich liegen. Analysten würden für 2001 einen Umsatz von 4,92 Mio., für 2002 5,2 Mio. US-Dollar erwarten. Der Gewinn pro Aktie solle 79 bzw. 96 Cents betragen.

Die sehr bekannten Marken wie Barbie, Matchbox oder Fisher-Price ließen für Mattel Ergebnissteigerungen erwarten. Der künftige Erfolg Mattels hänge aber maßgeblich vom erfolgreichen Abschluss der Restrukturierung ab. Die bislang erreichten Kostensenkungen würden sich bereits positiv bemerkbar machen. Die Restrukturierung sei allerdings nicht abgeschlossen und birge noch viele Unsicherheiten. Der zusätzliche Aufwand werde die Ergebnisse auch weiterhin belasten. Am 31. Januar würden die veröffentlichten Ergebnisse zum vierten Quartal weiteren Aufschluss geben.

Gemäß den Analysten von Investor-Village befindet sich Mattel auf Konsolidierungskurs.



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