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News - Nebenwerte
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14.04.2008
Presse: IKB wollte schon Ende 2006 Risiken von 7 Mrd. Dollar absichern
aktiencheck.de
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Presseangaben zufolge waren die hohen Risiken, die die IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) mit dem Erwerb amerikanischer Subprime-Papiere eingegangen ist, der Bank offenbar früher bekannt als bislang angenommen.
Wie die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe berichtete, hat der IKB-Vorstand bereits gut ein halbes Jahr vor Ausbruch der Krise, am 29. November 2006, beim US-Versicherer Financial Guaranty Insurance Co. wegen einer Absicherung von 7 Mrd. Dollar angefragt. Risiken dieser Größenordnung melde der Vorstand üblicherweise dem Risikoausschuss des Aufsichtsrates, den damals Aufsichtsratschef Ulrich Hartmann geleitet habe. Mitglied sei auch der langjährige IKB-Vorstandschef Alexander von Tippelskirch gewesen.
Wie das Magazin unter Berufung auf einen mit der IKB vertrauten Analysten schreibt, muss die IKB die Gefahren im Subprime-Markt geahnt haben, sonst hätte sie keine Versicherung gesucht. Solche Transaktionen würden nicht ohne Wissen des Aufsichtsrats geschehen. Der IKB-Vorstand hatte noch am 20. Juli 2007 erklärt, dass die US-Krise keine Folgen haben wird. Zehn Tage später stand die Bank vor dem Aus und konnte nur mit Garantien in Milliardenhöhe von der Hauptaktionärin KfW und anderen Banken gerettet werden.
Indes kündigte der Wiesbadener Rechtanwalt Ralf Plück an, dass IKB-Aktionäre eine Klage gegen die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) vorbereiten werden. Diese hatte der IKB die zweifelhaften Subprime-Papiere auch dann noch verkauft, als sie selbst schon mit deren Wertverfall rechnete, hieß es. Bisher seien aber noch keine konkreten Schritte eingeleitet worden.
Die Aktie der IKB Deutsche Industriebank verliert derzeit 0,28 Prozent auf 3,55 Euro. (14.04.2008/ac/n/nw)
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