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News - Ausland
10.04.2008
Presse: ABN AMRO kappt Hypothekenvergabe in Deutschland
aktiencheck.de

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Amsterdam (aktiencheck.de AG) - Aktuellen Presseberichten zufolge stellt die ABN-AMRO-Hypotheken-Gruppe (AAHG), eine Tochter der niederländischen Großbank ABN AMRO Holding N.V. (ISIN NL0000301109/ WKN 880026), ihr Neugeschäft in Deutschland zum 22. April ein. Dies berichtet das "Handelsblatt" am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf den geschäftsführenden Direktor der Niederlassung in Deutschland, Walter Capellmann.

Als Grund wurde die teurer gewordene Refinanzierung genannt. "Wir hätten nie gedacht, dass uns die Krise als großer Spieler, der seine Kredite nicht verbrieft, dennoch so trifft", zitiert die Zeitung Capellmann. Die AAHG, die im Zuge der ABN AMRO-Übernahme Teil des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns Fortis S.A. (ISIN BE0003801181/ WKN 982570) wird, hatte die Kredite in die eigenen Bücher genommen. Das Ausfallrisiko aber hatte sie den Angaben zufolge über Zinstauschgeschäfte am Kapitalmarkt abgesichert. Laut Capellmann sei auch diese Absicherung nun zu teuer geworden: "Wir sind schon seit Monaten nicht mehr in der Lage, den Refinanzierungsaufschlag, den wir zahlen, an den Kunden weiterzugeben." Capellmann zufolge führe jeder neue Vertrag derzeit zu Verlusten.

Die ABN AMRO-Aktie schloss heute in Amsterdam bei 38,54 Euro (+0,36 Prozent). Die Fortis-Papiere notierten in Amsterdam zuletzt bei 16,60 Euro (-0,90 Prozent). (10.04.2008/ac/n/a)


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