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Analysen - DAX 100
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20.03.2008
Aareal Bank "strong buy"
SEB
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der Aareal Bank (ISIN DE0005408116/ WKN 540811) mit dem Rating "strong buy" ein.
Aareal Bank habe mit den vorläufigen Jahresabschlusszahlen überzeugt, obwohl der Immobilienfinanzierer in Q4 relativ hohe Abschreibungen habe vornehmen müssen. Daher sei der Vorsteuergewinn in den Monaten Oktober bis Dezember auf 27 Mio. Euro zurückgegangen, nach 38 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Dies habe im Wesentlichen die Prognosen getroffen. Höher als erwartet seien die Verluste im Handelsgeschäft gewesen, das mit einem Minus von 20 Mio. Euro auf das Quartalsergebnis gedrückt habe (Erwartungen hätten bei 14 Mio. Euro Verlust gelegen, nach 7 Mio. Euro Gewinn ein Jahr zuvor).
Grund für den Verlust seien erneut Bewertungsänderungen bei Wertpapieren um 16 Mio. Euro aufgrund gesunkener Marktwerte gewesen. Die Hälfte davon sei auf Anleihen anderer Banken entfallen, die weitere Hälfte auf wegen der Subprime-Krise besonders unter Druck geratene ABS-Papiere. Aareal Bank habe die früheren Aussagen bekräftigt, dass sie weder direkt noch indirekt am US-Subprime-Markt selbst engagiert sei.
Aareal Bank sei zuversichtlich, dass sie - auch bei Anhalten der Finanzmarktturbulenzen - die positive Entwicklung fortsetzen könne. Die strategische Ausrichtung auf Strukturierte Immobilienfinanzierung und Consulting/Dienstleistungen habe sich bewährt. Zu beachten: Das Ergebnis 2007 sei stark durch die Sondererträge der ImmoScout24 beeinflusst. Die endgültigen Daten würden am 28.03.2008 veröffentlicht.
Die Aareal Bank habe sich trotz der Finanzmarktturbulenzen im 4. Quartal bisweilen recht gut geschlagen. Ein wider Erwarten gutes Neugeschäft (11,7 Mrd. Euro) mit konstant guten Margen habe für ein beachtliches Portfolio-Wachstum gesorgt. Der Zinsüberschuss sei um 18% auf 109 Mio. Euro geklettert. Aareal Bank verfüge über ein risikoarmes Finanzanlageportfolio. Sie habe weder CDOs und US-RMBS mit Subprime-Charakter noch Wertpapiere im Portfolio, die von US-Monoliner versichert seien. Das ABS-Portfolio sei von hoher Qualität (zu 90% mit AAA-Rating). Bisher sei es weder zu Rating-Herabstufungen noch zu Zahlungsverzögerungen gekommen. Bei den Bankschuldverschreibungen sei kein Ausfall zu erwarten. Das Wachstumsprogramm FUTURE 2009 zeige Erfolge.
Infolge der anhaltenden Finanzkrise könnte das Neugeschäft in nächster Zeit moderater als bisher (und vor allem als vielfach erwartet) wachsen, insbesondere falls sich die Vertrauenskrise auf andere Gebiete (z. B. auf das gewerbliche Geschäft) ausweiten sollte. Höherer Wettbewerb an den internationalen Immobilienmärkten könnte mittelfristig für Margendruck sorgen. Der Ausblick für 2008 sei vorsichtig und die Sondererlöse würden wegfallen.
Das Haus sei gut aufgestellt und von der Finanzkrise bislang wenig belastet. Dennoch könnten wegen der Illiquidität ganz "normaler" Marktsegmente weitere Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden.
Die Analysten der SEB bewerten die Aktie der Aareal Bank mit "strong buy". Vor allem wegen den im Peer Group-Vergleich nun niedrigen Bewertungen würden sie das Kursziel auf 27,00 Euro (nach 31,00 Euro) reduzieren. (Analyse vom 20.03.2008) (20.03.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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