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Analysen - Neuer Markt
09.01.2002
ISRA kaufen
SchmidtBank

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Die Analysten der SchmidtBank raten nach wie vor, die Aktien von ISRA (WKN 548810) zu kaufen.

ISRA entwickele Softwarelösungen für den Einsatz in "Sehenden Robotern" (Robot Vision, Anteil an der Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2000/01: 43%), der Oberflächeninspektion (surface Vision, 28%) und der Qualitätskontrolle (Quality Vision, 29%). Alle drei Arbeitsgebiete seien Teilbereiche der industriellen Bildverarbeitung. Das Unternehmen sei im Jahr 1985 vom jetzigen Vorstandsvorsitzenden Herrn Enis Ersü als ein Spin-Off der Technischen Universität Darmstadt gegründet worden. Im April 2000 sei der Gang an die Börse erfolgt. Ein Großteil der Kunden komme aus den Branchen Automobil, Glas und Kunststoff. ISRA habe gegenwärtig über 150 Beschäftigte.

Erneut hervorragende Zahlen habe ISRA im vergangenen Geschäftsjahr erzielt. Die Gesamtleistung sei um 48% auf 17,8 Mio. Euro gestiegen, und der Gewinn vor Steuern habe überproportional um 67% auf 2,6 Mio. Euro zugelegt. Der Gewinn pro Aktie habe sich um 40% auf 0,49 Euro erhöht. Zu der Ausweitung der Marge hätten insbesondere rückläufige Material- und Verwaltungsaufwandsquoten beigetragen. ISRA habe sich mit dem Zahlenwerk deutlich von wichtigen Konkurrenten abheben können, die in den letzten Monaten über enttäuschende Entwicklungen berichtet hätten.

Für das laufende Geschäftsjahr rechne ISRA mit einem ertragreichen Wachstum von ca. 50%. Untermauert worden sei diese Prognose durch zwei zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres erhaltene Aufträge im Gesamtwert von 1,5 Mio. Euro. ISRA werde dabei zum einen verschiedene Werke des VW-Konzerns mit Robot Vision-Technologie ausrüsten und zum anderen einen weltweit führenden Hersteller von Verpackungsmaschinen mit Standard-Bildverarbeitungsprodukten im Bereich der Oberflächeninspektion ausstatten.

Ein wichtiger Meilenstein sei die Ende Dezember 2001 vollzogene vollständige Übernahme der INNOMESS GmbH gewesen. Dieses Unternehmen sei Spezialist für die optische Qualitätskontrolle in der Flachglasproduktion mit dem Schwerpunkt der Glasinspektion für die Automobilindustrie. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen einen Umsatz von über 4 Mio. Euro und ein positives Ergebnis erzielt. Der Kaufpreis sei zu 40% in Geld und zu 60% in Form neu emittierter ISRA-Aktien entrichtet worden. Diese unterlägen durchschnittlich einer Lock-up-Periode von neun Monaten.

ISRA erhoffe sich durch die Akquisition eine Aufwertung des Technologie-Portfolios, insbesondere bei den wichtigen Kundengruppen Glas- und Automobilindustrie. Innerhalb eines Jahres solle die Profitabilität von INNOMESS auf das hohe Niveau von ISRA gesteigert werden. ISRA habe in der Vergangenheit bewiesen, dass es auch größere Unternehmen erfolgreich eingliedern könne. Zuletzt sei im Februar 2001 mit der Rheinmetall Vision Technology ein Unternehmen mit einer ähnlichen Größe wie INNOMESS übernommen worden. Nach Auskunft von ISRA sei die Integration in den ISRA-Konzern weitgehend problemlos verlaufen.

ISRA-Aktien würden seit dem 20. April 2000 am Neuen Markt notieren. Seitdem hätten sie beachtliche Schwankungen aufgewiesen, die sich in einem Höchstkurs von 84,70 Euro und einem Tiefkurs von 15,50 Euro niedergeschlagen hätten. Ein Großteil dieser Volatilität sei aufgrund der weitgehend planmäßig verlaufenen Entwicklung von ISRA mit der hohen Schwankungsbreite der Indizes des Neuen Marktes zu erklären. Die ISRA-Aktie habe in den letzten Monaten nicht von der Erholung des Marktes profitiert.

Die Analysten der SchmidtBank führen dies auf die schlechten Nachrichten von den ebenfalls an diesem Marktsegment notierten Konkurrenten AVT, Basler und Parsytec zurück. ISRA habe im vergangenen Geschäftsjahr trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein herausragendes Ergebnis erzielt. Für die Zukunft erwarte man ein Anhalten des Trends steigender Umsätze und Gewinne.

Die Analysten der SchmidtBank bekräftigen daher ihre Kaufempfehlung für die ISRA-Aktie.



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