Logo
Analysen - Ausland
04.01.2002
Abbott Laboratories "buy"
Merrill Lynch

www.optionsscheinecheck.de

Die Aktienexperten des Investmentbankhauses Merrill Lynch raten den Anlegern auch weiterhin dazu, die Aktie des US-amerikanischen Pharmakonzerns und Herstellers von medizinischer Technologie, Abbott Laboratories (WKN 850103), zu kaufen.

Abbott würde das Fiskaljahr 2001 voraussichtlich wie erwartet mit sequentiell um etwa 20% gestiegenen Umsätzen im 4. Fiskalquartal bei einem EPS von 0,52 US-Dollar beenden. Dies würde einem Wachstum von 8 – 9% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeuten. Im Fiskaljahr 2002 würde sich das Umsatzwachstum voraussichtlich auf 10 – 12% verlangsamen, da sich die Zugewinne aus der Übernahme von Knoll zu diesem Zeitpunkt normalisieren würden. Allerdings könnten die Synergieeffekte aus der Übernahme von Knoll das EPS des Geschäftsjahres 2002 in die Region von 2,25 US-Dollar steigen lassen. Im Finanzjahr 2001 würde der Gewinn pro Aktie laut Schätzung der Experten bei 1,88 US-Dollar liegen.

Die positiven Aussichten der Investmentbanker für das Geschäftsjahr 2002 seien von drei primären Risiken bedroht. Zum ersten könnte sich das Marktumfeld der Diagnostika langsamer als erwartet erholen. Zweitens könnten die Margen von Knoll unter Druck geraten, wenn sich das Präparat Synthroid aufgrund der starken Hamsterkäufe der Pharmagroßhändler im Fiskaljahr 2001 schlechter als erwartet verkaufen würde. Und drittens könnten auch die Umsätze des Therapeutikums Prevacid sinken, wenn Generika des Wirkstoffes Prilosic die Genehmigung erhalten würden. Die Börsenspezialisten seien zuversichtlich, dass Abbott sein strategisches Ziel eines Gewinnwachstums von 20% im Geschäftsjahr 2002 trotz dieser Herausforderungen erreichen könnte. Eine weitere Expansion könnte allerdings von der Klärung dieser 3 Punkte abhängen.

In den Augen der Analysten sei eine potentielle Kursschwäche der Aktie eine Chance zur Investition, da sich das Interesse der Investoren in den Geschäftsjahren 2003 und 2004 in Folge der Markteinführung des Präparates D2E7 gegen TNF wieder verstärkt Abbott zuwenden könnte. Der Markt für Produkte zur Therapie von TNF hätte ein Gesamtvolumen von 2 Mrd. US-Dollar und die vorteilhafte Dosierung von D2E7 in Verbindung mit der Tatsache, dass das Präparat eine parallele Therapie mit anderen Wirkstoffen überflüssig machen könnte, könnte dazu führen, dass sich das Medikament schnell einen guten Anteil an diesem Markt sichern könnte.

Aufgrund dieser Informationen raten die Börsenspezialisten von Merrill Lynch den Anlegern auch weiterhin mittel- und langfristig zum Kauf der Abbott Aktie.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de