|
Analysen - Ausland
|
03.03.2008
Palfinger kaufen
TradeCentre.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von Palfinger (ISIN AT0000758305/ WKN 919964) zu kaufen.
Ausgezeichnete Zahlen habe Palfinger für das Jahr 2007 und somit das dritte Rekordjahr in Folge präsentiert. Der Umsatz sei um fast 20 Prozent auf knapp 696 Millionen Euro nach oben geschossen. Das EBIT sei noch schneller gewachsen. Um fast 30 Prozent auf rund 100 Millionen Euro habe sich der operative Gewinn verbessert. Die EBIT-Marge habe mit 14,3 Prozent den bisher höchsten Stand in der Unternehmensgeschichte erreicht. Netto hätten die Österreicher im vergangenen Jahr mehr als 75 Millionen Euro oder mehr als zwei Euro je Aktie verdient. Aktionäre würden für das Jahr 2007 eine Dividende von 70 Cent je Aktie erhalten. Dies entspreche einer komfortablen Dividendenrendite von rund drei Prozent.
Wie den Experten Firmenchef Wolfgang Anzengruber mitteile, erwarte er auch in 2008 ein weiteres Rekordjahr. "Wir sind optimistisch, organisch um circa zehn Prozent zu wachsen und mit einer EBIT-Marge zwischen 14 Prozent bis 15 Prozent zu wirtschaften", sagt der CEO im Gespräch mit "TradeCentre.de". Inklusive der zugekauften MBB Liftsystems, die ab diesem Jahr vollkonsolidiert werde, erwarte man einen Umsatz von 815 Millionen Euro bis 825 Millionen Euro. Das EBIT schätze man auf 115 Millionen Euro bis 123 Millionen Euro. Netto sollten mehr als 90 Millionen Euro in der Kasse klingeln oder ein Ergebnis je Aktie von über 2,50 Euro.
Nach Angaben des Firmenchefs würden sich die Regionen in diesem Jahr allerdings unterschiedlich entwickeln. "Wir rechnen in Deutschland und in Russland mit weiteren Zuwächsen". Die USA hätten bereits in 2007 für Palfinger kein Wachstum generiert. Laut Planung des Vorstandes ändere sich daran in 2008 nichts. Der bislang extrem starke spanische Markt werde in diesem Jahr rückläufig erwartet. Ebenfalls dürfte UK nicht zum Wachstum beitragen oder sich rückläufig entwickeln. Die Märkte USA, Spanien und UK würden ein Viertel des Gesamtumsatzes repräsentieren. "Derzeit sind wir der Ansicht, dass die Märkte in Deutschland und Russland die schwächeren Märkte gut kompensieren können", sage Anzengruber. Unverändert weiteres Wachstum erwarte der Firmenchef von Skandinavien und der gesamten Region Osteuropas.
Konjunkturell sehe der CEO im Wesentlichen noch keine Wolken am Horizont. "Wir werden wie im Jahr 2007 auch in diesem Jahr erneut stark in unsere Kapazitäten investieren", kündige Anzengruber an. Nach 60 Millionen Euro im letzten Jahr sollten sich die Investitionen in 2008 auf 40 Millionen Euro bis 60 Millionen Euro belaufen. Damit wären die großen Investitionen abgeschlossen. Für 2009 bedeute dies, dass Palfinger wieder massive Free Cashflows scheffle.
Die Sparte Hydraulische Systeme habe der Gesellschaft auf der Gewinnseite bisher keine Freude bereitet. Das Segment habe im letzten Jahr knapp 190 Millionen Euro Umsatz eingefahren und ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet. In 2008 dürfte die Einheit mehr als 260 Millionen Euro zum Umsatz beitragen. "Wir rechnen in diesem Segment in 2008 mit einer EBIT-Marge von vier Prozent bis fünf Prozent und im Folgejahr mit einer weiteren Verbesserung auf acht Prozent bis zehn Prozent", sage Anzengruber. Aufgrund der stetigen Verbesserung der Margen in dieser Einheit dürfte der Konzern über kurz oder lang mit Margen von über 15 Prozent wirtschaften.
Der rund 850 Millionen Euro schwere Konzern sei bestens unterwegs. Das KGV für dieses Jahr liege bei preiswerten neun. Selbst wenn die Konjunktur etwas straucheln sollte, sei die Aktie deutlich zu günstig.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten auf aktuellem Kursniveau zum Kauf des Palfinger-Papiers. Zudem habe die Aktie beste Chancen, in Kürze in den österreichischen Leitindex ATX aufzusteigen. (Analyse vom 03.03.2008) (03.03.2008/ac/a/a)
|