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Analysen - Ausland
03.01.2002
News Corp. neutral
Morgan Stanley Dean Witter

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Die Aktienexperten von Morgan Stanley Dean Witter halten ihr neutrales Rating für das Wertpapier des australischen Verlagskonzerns News Corp. (WKN 865251) auch weiterhin aufrecht.

Der Verlagskonzern News Corp. mit Basis in Australien würde sowohl Tageszeitungen, als auch Büchern und Zeitschriften veröffentlichen. Außerdem sei das Unternehmen auch Besitzer des Baseballteams Los Angeles Dodgers und könnte über eine Filmed Entertainment Division, Fernsehstationen und Kabelnetzwerke verfügen. Des weiteren sei der Konzern Hersteller von technologischen Produkten.

Nach Meinung der Analysten würde es insbesondere den traditionellen Namen der Unterhaltungsbranche gelingen, sich über verschiedene Medien hinweg als Marke zu etablieren. Dies könnte News Corp. mit der Marke „Fox“ gelingen, mit der das Unternehmen erfolgreich auf neue Märkte expandieren könnte. Ein weiterer Pluspunkt des Konzerns sei die letztlich erfolgte Übernahme von Chris-Craft. Die Experten würden davon ausgehen, das die Synergien aus dieser Fusion binnen der nächsten 2 – 3 Jahre realisiert werden würden und das sich die operativen Margen von Chris-Craft, die bislang bei 25 – 30% gelegen hätten, schnell jenen der News Corp Stationen anpassen würden, die im Fiskaljahr 2001 bei 44% gelegen hätten. Dies könnte ein zusätzliches EBITDA von 50 – 75 Mio. US-Dollar bedeuten. Zur Zeit würden die Investmentbanker für News Corp. mit einem EPS von 0,47 US-Dollar im bereits laufenden Geschäftsjahr 2002 rechnen, das sich im Finanzjahr 2003 auf 0,67 US-Dollar steigern könnte. Besorgt sei man allerdings im Hinblick auf eine drohende globale Rezession, die besonders die auf Werbeanzeigen angewiesenen Tageszeitungen des Konzerns betreffen würde. Auch das Werbeumfeld im TV Bereich würde sich voraussichtlich noch bis Ende des Kalenderjahres 2002 schwach gestalten.

Das Unternehmen hätte einige einmalige Wachstumsstrategien entwickelt, die den Verlagskonzern von der Masse der Mitwettbewerber abheben würden. Allerdings würde die Aktie derzeit zu einem 11,1-fachen des geschätzten EBITDA für das Fiskaljahr 2002 gehandelt und damit würde der Markt in den Augen der Investmentbanker das realisierbare Wachstum des EBITDA und des EBIT im Geschäftsjahr 2003 und darüber hinaus überbewerten. Die Analysten würden der Aktie in den kommenden 12 Monaten nur einen sehr begrenzten Kursanstieg zutrauen.

Aufgrund des derzeit überhöhten Aktienkurses von News Corp. halten die Wertpapierspezialisten von Morgan Stanley an ihrem neutralen Rating für die Aktie des Verlagskonzerns fest.



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