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Analysen - Nebenwerte
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19.02.2008
PC-Ware kaufen
SES Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von SES Research, Andreas Wolf und Felix Ellmann, stufen die Aktie von PC-Ware (ISIN DE0006910904/ WKN 691090) nach wie vor mit "kaufen" ein.
Mit den berichteten Zahlen für das abgelaufene Quartal habe PC-Ware das starke Bottom Line-Wachstum fortgesetzt und damit die Prognosen getroffen. Neben der veränderten Umsatzstruktur durch Direct Enterprise Agreements habe auch die erstmals für ein volles Quartal konsolidierte Comparex zu dieser Entwicklung beigetragen. Beide Einflüsse würden sich in steigenden Margen widerspiegeln (bei Comparex dürfte die EBITDA-Marge bei 4-4,5% und damit über dem Konzerndurchschnitt gelegen haben). Das Unternehmen habe mit einem Quartalsumsatz von EUR 266,9 Mio. die Top Line-Prognosen aufgrund einer veränderten Umsatzstruktur verfehlt. Damit habe sich die bereits im zweiten Quartal abzeichnende Verstärkung des Trends hin zu Direct Enterprise Agreements bestätigt.
Der Auslandsanteil des Umsatzes sei weiter auf rund 55% gestiegen und führe zu einer zunehmenden regionalen Diversifikation. Mit einem Bestand liquider Mittel von EUR 60,6 Mio. (Q2: EUR 18,1 Mio.) habe der Cash Flow-Zyklus - bezogen auf das Gesamtjahr - mit dem abgelaufenen Quartal den Höhepunkt erreicht. Aufgrund eines traditionell schwächeren Q4 sowie eines stichtagsbedingt stark schwankenden Working Capital sollte das Folgequartal einen negativen Cash Flow aufweisen.
Vor dem Hintergrund der jüngst berichteten Zahlen seien die Prognosen überarbeitet worden: Aufgrund der anhaltenden Veränderung der Umsatzstruktur durch den Trend hin zu Direct Enterprise Agreements seien die Umsatzprognosen gesenkt worden. Da sich diese Vertragsform direkt in der Bottom Line niederschlage, seien beim EBITDA nur geringfügige Anpassungen vorgenommen worden, so dass die EBITDA-Marge leicht ansteigen dürfte. Die Abschreibungen seien um die Einflüsse der Kaufpreisallokation adjustiert worden. Daraus resultiere gemessen am EBITDA eine überproportionale Anpassung der EBIT-Erwartung für das laufende Geschäftsjahr. In 2009 und 2010 dürften Abschreibungen auf aktivierte Eigenleistungen das EBIT geringfügig belasten. Das Nettoergebnis sei aufgrund eines niedriger erwarteten Steuersatzes (rund 31%) nahezu unverändert beibehalten worden.
PC-Ware verfolge nach wie vor die Absicht, auch anorganisch zu wachsen. Wenngleich aus SES Research-Sicht keine unmittelbare Akquisition bevorstehen dürfte, werde diese Absicht untermauert durch den Beschluss der Hauptversammlung im August 2007 zur Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms (Aktien könnten als Akquisitionswährung eingesetzt werden) sowie das Festhalten an der Management-Guidance, bis zum Geschäftsjahr 2009/2010 die Umsatzmilliarde bei einem EBITDA von mindestens EUR 30 Mio. zu erreichen.
Der sich verstärkende Margendruck im Hardwaregeschäft in Deutschland führe dazu, dass einige Geschäftsaktivitäten im Segment Systemhaus nach wie vor nicht profitabel seien, so dass das Sentiment getrübt werde. Dieser Umstand dürfte jedoch durch positive Wachstumsimpulse aus dem Auslandsgeschäft überkompensiert werden.
Das Kursziel von EUR 21 (entspricht ca. 6 x EBITDA für das Geschäftsjahr 2008/2009) sowie das Rating "kaufen" für die PC-Ware-Aktie haben daher weiterhin Bestand, so die Analysten von SES Research. (Analyse vom 19.02.2008) (19.02.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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