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News - Ausland
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18.02.2008
Implenia vorläufige Geschäftszahlen 2007
Ad hoc
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Dietlikon (aktiencheck.de AG) - Das führende Schweizer Baudienstleistungsunternehmen Implenia (ISIN CH0023868554/ WKN A0JEGJ) hat im zweiten Jahr nach seiner Entstehung durch die Fusion von Zschokke und Batigroup seine Ertragskraft markant steigern können. Wie den vorläufigen Kennzahlen des Geschäftsjahres 2007 zu entnehmen ist, welche Implenia angesichts des unwillkommenen Übernahmeangebotes des Laxey Hedge Funds vorzeitig publizieren muss, konnte das Unternehmen bei einem weitgehend unveränderten Umsatz von CHF 2,771 Mia. (Vorjahr CHF 2,810 Mia.) den Betriebsgewinn und Reingewinn stark verbessern. So nahm der operative EBIT gegenüber dem Vorjahr um 38,4 Prozent auf CHF 65,75 Mio. zu.
Der EBIT nach IFRS, das heißt nach Integrationskosten, Abschreibungen immaterieller Werte und Sonderkosten im Zusammenhang mit dem unfreundlichen Angriff von Laxey, konnte sogar mehr als verdoppelt werden und erreicht CHF 38,67 Mio. (17,04 Mio.). Dass Implenia nach dem Abschluss der Integration von Zschokke und Batigroup und den damit verbundenen Anpassungen der Strukturen, Prozesse und Bestände rasch Tritt gefasst hat, kommt auch im praktisch verdreifachten Konzernergebnis von CHF 25,53 Mio. (6,14 Mio.) zum Ausdruck. Der im Vergleich mit dem Vorjahr nochmals um 13,4 Prozent gesteigerte Auftragsbestand von CHF 2,611 Mia. lässt den Schluss zu, dass auch das laufende Jahr zufriedenstellend verlaufen wird, zumal die Branche mit einem anhaltend freundlichen wirtschaftlichen Umfeld rechnet.
Die bereits 2007 starke Baukonjunktur unterstützte zwar die positive Entwicklung von Implenia. Nach wie vor steht die Bauindustrie aber unter einem hohen Margendruck. "Das Management und jeder einzelne Mitarbeitende haben in diesem anspruchsvollen Umfeld, das für Implenia mit den abschließenden Integrationsarbeiten und der Verunsicherung durch den Angriff von Laxey zusätzlich belastet war, beeindruckende Leistungen gezeigt, die sich in einem ebenso eindrücklichen Resultat niedergeschlagen haben", kommentiert Verwaltungsratspräsident Anton Affentranger. "Die erfreulichen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2007 bestätigen die Richtigkeit des Zusammenschlusses der beiden vormaligen Branchenleader."
Die fortschreitende Industrialisierung der Bauprozesse hat wesentlich zur verbesserten Effizienz von Implenia beigetragen. Aus strategischer Sicht sind auch der erfolgreich verlaufende Ausbau der überdurchschnittliche Margen liefernden Immobilien-Projektentwicklung sowie der rasche und von ersten namhaften Erfolgen begleitete Aufbau der Auslandaktivitäten für Implenia von zukunftsweisender Bedeutung.
Konzernbereich Infra - markante Verbesserung der Profitabilität
Der Konzernbereich Infra konnte von den im Berichtsjahr konsequent umgesetzten organisatorischen Maßnahmen zur Verbesserung der Kundennähe und zur besseren Nutzung der eigenen Ressourcen profitieren. Zudem wirkten sich die Industrialisierung der Bauprozesse und Synergien aus der Fusion im Bereich Infra spürbar positiv auf die Profitabilität des Geschäftsbereiches aus. Bei einem erfreulich gestiegenen unkonsolidierten Brutto-Umsatz von CHF 1,275 Mia. (Vorjahr 1,204 Mia.) konnte der operative EBIT markant auf CHF 21,46 Mio. (8,84 Mio.) verbessert werden. Die erhöhte Schlagkraft der Division spiegelt sich auch in einem deutlich erhöhten Auftragsbestand von CHF 506 Mio. (397 Mio.).
Konzernbereich Tunnel und Totalunternehmung - bestätigte Führungsposition
Obwohl das riesige Auftragspotenzial, welches die NEAT repräsentiert, durch den Fortschritt der Bauarbeiten immer geringer wird, blickt der Bereich Untertagebau zuversichtlich in die Zukunft. Er gewann zwei wichtige Teilaufträge zum Bau der Durchmesserlinie in Zürich im Umfang von CHF 400 Mio. und steht auch vor dem Start des Ausbruchs der NEAT-Tunnelstrecken Faido - Sedrun. Im Bereich Totalunternehmung ist umgekehrt mit der Übergabe der Bahntechnik im Lötschbergtunnel der größte je ausgeführte Einzelauftrag zu Ende gegangen. Währenddem der unkonsolidierte Brutto-Umsatz des Konzernbereiches entsprechend leicht auf CHF 370,21 Mio. zurückging (Vorjahr 402,6 Mio.), verbesserte sich der operative EBIT auf CHF 22,10 Mio. (20,72 Mio.). Der Auftragsbestand nahm erfreulicherweise deutlich von CHF 680,0 Mio. auf CHF 756,0 Mio. zu.
Real Estate - neu integrierte Strukturen zahlen sich aus
Bei einem praktisch unveränderten unkonsolidierten Brutto-Umsatz von CHF 1,331 Mia. (1,339 Mia.) erzielte die Division einen Betriebsgewinn (EBIT) von CHF 29,4 Mio. (21,1 Mio.). Altlasten, welche das Ergebnis der Reuss Engineering belasteten, verhinderten ein besseres konsolidiertes Resultat dieser Division. Die notwendigen Korrekturmaßnahmen sind jedoch eingeleitet und werden im laufenden Geschäftsjahr greifen. Der Konzernbereich verfügt alleine im Geschäftsfeld Projektentwicklungen über ein Portfeuille mit einem Investitionswert von CHF 2 Mia. Insgesamt beträgt der Auftragsbestand des Bereichs CHF 1,349 Mia.
Konzernbereich Global Solutions - erste strategische Erfolge
Mit Implenia Global Solutions ist - wie schon bei der Gründung von Implenia vorgesehen - eine organisatorische Einheit als neuer Konzernbereich geschaffen worden, welche sämtliche Auslandaktivitäten des Konzerns führt und koordiniert. Im Berichtsjahr konnte diese Strategie in Ansätzen bereits erfolgreich umgesetzt werden. Neben attraktiven Einzelprojekten, so die Generalplanung von Stadien in der russischen Olympia-Stadt Sochi, wurde im Dezember zusammen mit der führenden russischen Immobilien-Entwicklungsgesellschaft "Russian Land" ein Joint Venture gegründet, das die Planung, Ausführung und anschließende Betreuung aller Entwicklungs- und Bauvorhaben von Russian Land übernimmt.
Mit der Planung und dem gesamten Projektmanagement für die Großüberbauung "New Holland" in St. Petersburg mit einem Investitionsvolumen von über CHF 700 Mio. hat das Joint Venture Russian Land Implenia dieser Tage das erste große Projekt zur Ausführung übertragen bekommen.
Zuversichtlicher Ausblick
Das laufende Geschäftsjahr dürfte für Implenia zu einem Jahr der Bewährung werden. Zwar rechnet das Unternehmen mit einem anhaltend freundlichen wirtschaftlichen Umfeld, aber die erstmals seit langem wieder auf breiter Front steigenden Material- und Energiekosten sowie höhere Abgaben stellen an das Kostenmanagement zusätzliche hohe Anforderungen. Immerhin entfallen dieses Jahr erstmals fusionsbedingte Sonderaufwendungen. "Wir sind zuversichtlich", so CEO Christian Bubb, "trotz diesen Belastungen und dem anhaltend hohen Wettbewerbsdruck erneut ein gutes Resultat erreichen zu können."
Allerdings lastet die Auseinandersetzung mit dem britischen Hedge Fund Laxey Partners, dessen Pflicht-Übernahmeangebot Ende Februar abläuft, nach wie vor auf Implenia. Gestärkt durch den entsprechenden, eindeutigen Entscheid der außerordentlichen Generalversammlung vom Dezember vergangenen Jahres wird der Verwaltungsrat von Implenia sich jedoch weiterhin mit allen Mitteln gegen den unfreundlichen und von Laxey höchstwahrscheinlich mit illegalen Mitteln geführten Übernahmeversuch zur Wehr setzen.
Die auf Antrag von Implenia durchgeführte Untersuchung der Eidgenössischen Bankenkommission zum vermutlich gesetzeswidrigen Aufkauf von Implenia-Aktien durch Laxey steht kurz vor dem Abschluss. Implenia ist überzeugt, dass diese Untersuchung zu einem für Implenia positiven Resultat führen wird. Der Verwaltungsrat von Implenia erneuert in diesem Zusammenhang seinen Aufruf an die Aktionäre, auf das Angebot von Laxey nicht einzutreten.
Hinweis an die Redaktionen:
Der detaillierte, ungeprüfte Jahresabschluss 2007 von Implenia wird am späteren Montagabend, 18. Februar 2008, auf der Homepage von Implenia (www.implenia.com) aufgeschaltet. Zur Erläuterung dieses Abschlusses findet am Dienstag, 19. Februar, um 10:00 Uhr eine Telefonkonferenz für Medien und Analysten mit Verwaltungsratspräsident Anton Affentranger, CEO Christian Bubb und CFO Roger Merlo statt.
Anmeldungen zu dieser Telefonkonferenz nimmt Susan Aust, Telefon +41 43 344 42 42, E-Mail susan.aust@konsulenten.ch gerne entgegen. Sie wird Ihnen die Einwahldaten zustellen.
Die testierte Erfolgsrechnung und Bilanz 2007 wird wie angekündigt am 11. März 2008 veröffentlicht. (Ad hoc vom 16.02.2008) (18.02.2008/ac/n/a)
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