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Analysen - Ausland
10.12.2001
L´Oréal akkumulieren
Nord LB

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Die Aktie der L´Oréal S.A. (WKN 853888) wird vom Analysten Jürgen Bartz von der Norddeutschen Landesbank unverändert mit "akkumulieren" eingestuft.

In den ersten neun Monaten 2001 sei der Konzern auf Umsätze von 10,4 Mrd. Euro gekommen, was eine Steigerung um 10,2% gegenüber der Vorjahresperiode bedeute. Davon seien 7,3% auf das organische Wachstum entfallen, 2,4% auf Veränderungen im Konsolidierungskreis und der Rest auf Wechselkurseinflüsse. Für das dritte Quartal allein sei eine Zunahme der Erlöse um 4,6% auf 3,40 Mrd. Euro ausgewiesen worden. Die Terrorattacken hätten das US-Geschäft im September beeinträchtigt. Nicht zuletzt deshalb habe sich das organische Wachstum in den USA in den ersten neun Monaten auf +6,8% nach +9,2 % im ersten Halbjahr verlangsamt, während es in Europa zugelegt habe. Der Kernbereich "Kosmetik" habe seinen Umsatz um 10,6% auf 10,112 Mrd. Euro erhöhen können. Bislang liege nur das Nettoergebnis für die ersten sechs Monate vor, das um 26,3% auf 587,1 Mio. Euro gestiegen sei und damit die Prognosen der Analysten deutlich übertroffen habe, die im Durchschnitt nur mit einem Plus von 17% auf 544 Mio. Euro gerechnet hätten.

Aufgrund der jüngsten Zukäufe habe der Kosmetikbereich in den USA mit einem Anstieg um 30% das größte Umsatzwachstum verzeichnet. Daneben konzentriere sich L´Oréal auch auf den Ausbau seiner Marktstellung in den sogenannten Emerging Markets, wie z.B. durch die Übernahme des Make-up- und Shampoo-Produzenten Colorama in Brasilien. Außerdem bringe der Konzern weitere seiner Weltmarken in diesen Regionen auf den Markt, so unlängst die Helena Rubinstein-Produkte in China. Dort habe das Unternehmen seine Umsätze im ersten Halbjahr insgesamt um 20% steigern und mit Lancome die führende Kosmetikmarke in den großen Warenhäusern etablieren können.

Die japanische Tochter Nihon L´Oréal habe sich zum Ziel gesetzt, mindestens 10% zum Konzernumsatz beizutragen. Das würde derzeit bedeuten, dass der Umsatz von knapp 400 Mio. Euro in etwa verdreifacht werden müsste. Während Nihon L´Oréal für 2001 mit einer 7%igen Umsatzsteigerung rechne, wolle man mittel- und langfristig auf dem japanischen Kosmetikmarkt zweistellige Wachstumsraten erzielen. Dazu sollten einerseits der Absatz der Top-Marke Lancome sowie der für den Massenmarkt konzipierten Maybelline-Produkte forciert, andererseits aber auch Zukäufe ins Visier genommen werden.

Die Analysten der Nord LB rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 14 Mrd. Euro sowie einem Jahresüberschuss (JÜ) von 1,2 Mrd. Euro. Im kommenden Jahr sollten sich die Erlöse auf 15 Mrd. Euro belaufen. Der JÜ solle dann bei 1,35 Mrd. Euro liegen.

Auch nach den Anschlägen in den USA habe der Vorstand an den Anfang September abgegebenen Prognosen für das Gesamtjahr festgehalten. Nach wie vor rechne L´Oréal für 2001 mit einem starken internen Wachstum, einer weiteren Margenverbesserung und einer Gewinnsteigerung, die etwas über der in den letzten Jahren erzielten durchschnittlichen Zunahme von 15% liege. Dabei könne sich der Konzern u.a. auf seine insgesamt gut ausgewogene geographische und produktmäßige Diversifikation und seine weitgehende Immunität gegen Konjunkturflauten stützen.

Auch wenn die Aktien von L´Oréal im Branchendurchschnitt nicht preiswert sind, stufen die Experten der Nord LB sie unverändert mit "akkumulieren" ein.



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