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11.02.2008
Presse: IKB benötigt weitere Finanzspritze
aktiencheck.de

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Bei der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) haben sich einem Pressebericht zufolge neue milliardenschwere Löcher aufgetan.

So benötigt das im MDAX notierte Kreditinstitut nach Informationen der "Financial Times Deutschland" eine weitere Kapitalspritze in Höhe von bis zu 2 Mrd. Euro. Der unmittelbare Liquiditätsbedarf der durch Engagements bei US-Hypothekenderivaten in Schieflage geratenen Bank soll sich auf 500 Mio. Euro belaufen, berichtet die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Die nun erforderlichen Abschreibungen seien durch die Neubewertung problembehafteter Wertpapiere entstanden. Auf der Bilanz der Bank liegen noch Portfolios forderungsbesicherter Papiere über 6,3 Mrd. Euro, von denen laut IKB mehr als die Hälfte als "besonders ausfallgefährdete Aktiva" gelten.

Laut dem Bericht kann die staatliche KfW, die 38 Prozent an der IKB hält und mit knapp 5 Mrd. Euro bereits den Löwenanteil des Rettungspakets von 6 Mrd. Euro schultert, die neuerlich benötigten Gelder nicht allein tragen, da die Staatsbank die Mittel aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken beinah ausgeschöpft habe. Den Angaben zufolge verhandeln derzeit die KfW und der Bundesverband deutscher Banken (BdB) über eine weitere Stützung der IKB.

Die privaten Banken, die sich bereits mit fast 1 Mrd. Euro an der IKB-Rettung beteiligen, wollen weitere Zahlungen verhindern. Allerdings müsste im Fall der IKB-Insolvenz ihr Einlagensicherungsfonds greifen. Inwieweit das auch für problembehaftete Wertpapiere der IKB gilt, ist jedoch fraglich. Der Fonds schützt eigentlich Einlagen von Privatpersonen, Unternehmen und öffentlichen Stellen, hieß es weiter.

Die Aktie der IKB notierte zuletzt bei 6,34 Euro. (11.02.2008/ac/n/d)


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