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Analysen - Ausland
21.12.2001
Honeywell "strong buy"
Merrill Lynch

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Die Investmentbanker von Merrill Lynch raten unverändert dazu, die Aktie des US-amerikanischen industriellen Mischkonzerns Honeywell International (WKN 870153) aggressiv zu kaufen.

Am 21.12. hätte das Management von Honeywell sein strategisches Ziel eines operativen EPS von 0,54 – 0,56 US-Dollar im 4. Fiskalquartal 2001 erneut bekräftigt. Damit würde das Unternehmen die EPS Prognose der Analysten für den Abrechnungszeitraum in Höhe von 0,50 US-Dollar übertreffen, jedoch unter dem EPS des gleichen Vorjahresquartals von 0,70 US-Dollar liegen. Im 3. Fiskalquartal 2001 sei ein EPS von 0,44 US-Dollar erreicht worden. Diese EPS Entwicklung würde naheliegen, dass die Gewinne von Honeywell die Talsohle nun erreicht hätten bzw. bald erreichen würden. Daher könnte eine sequentielle Erholung des EPS im kommenden Quartal durchaus möglich sein, da nun auch die Auswirkungen der Restrukturierungsmaßnahmen des Konzerns zu greifen beginnen würden. Der Luftfahrtmarkt sei dabei, sich langsam wieder zu stabilisieren und auch die Konjunktur würde sich allmählich erholen. Im Verlaufe des Geschäftsjahres 2002 könnten sich die Gewinne von Honeywell somit durchaus vorteilhafter als bislang erwartet entwickeln.

Derzeit würden die Investmentbanker im Finanzjahr 2002 mit einem EPS von 2,20 US-Dollar, +/- 0,05 US-Dollar rechnen, während sie für das laufende Geschäftsjahr 2001 lediglich einen Gewinn pro Aktie von 2,00 US-Dollar erwarten würden. Am 29. Januar 2002 würde Honeywell eine Konferenz abhalten, um näher auf die Perspektiven für das Jahr 2002 einzugehen und detailliertere Informationen über die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche zu geben.

Das ausgewiesene EPS des Konzerns würde im 4. Fiskalquartal 2001 wahrscheinlich nur 0,14 – 0,16 US-Dollar betragen, da Honeywell Aufwendungen in Höhe von 540 Mio. US-Dollar (0,40 US-Dollar pro Aktie) zu verbuchen hätte, um die Kosten für einen 11-jährigen Rechtsstreit wegen Patentverletzungen zu begleichen, den Honeywell mit Litton (jetzt Teil von Northtrop Grumman) ausgefochten hätte. Ein weiterer Teil dieser Aufwendungen sei auf die Endscheidung der British Aerospace zurückzuführen, den RJX Jet nicht zu bauen, für den Honeywell die Motoren hätte liefern sollen. Im Verfahren gegen Litton sei nun nach Zahlung eines Bargeldbetrages von 440 Mio. US-Dollar eine Einigung herbeigeführt worden. Dieser Schritt würde von den Experten positiv gewertet, da die Unsicherheiten im Bezug auf das schwebende Verfahren nun keine Auswirkungen mehr auf den Aktienkurs haben könnten. Auch die Aussichten für die Flugzeugmotoren von Honeywell seien langfristig gut, da andere Projekte planmäßig fortlaufen würden.

Vor diesem Hintergrund raten die Wertpapieranalysten von Merrill Lynch sowohl mittel – als auch langfristig weiterhin dazu, die Aktie von Honeywell aggressiv zu kaufen.



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