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Analysen - DAX 100
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21.12.2001
AMB Generali Outperformer
Stadtsparkasse Köln
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie der AMB Generali Holding AG (WKN 840002) mit Outperformer ein.
Die AMB Aachener & Münchener Beteiligungs-AG sei hinter der Allianz und Ergo der drittgrößte deutsche Erstversicherer. Mit einem 64,9%igen Anteil an der AMB Generali sei der italienische Versicherungskonzern Generali Mehrheitsaktionär. Mit der Commerzbank bestehe eine umfassende Vertriebskooperation.
AMB Generali habe in den ersten 9 Monaten ein Konzernergebnis nach Steuern von 234 Mio. Euro erzielt und habe damit im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen. Die Prämieneinnahmen seien um 6,6% auf 8,4 Mrd. Euro gesteigert und Nettoerträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 2,1 Mrd. Euro erzielt worden.
In der Lebensversicherung sei das Neugeschäft gegen laufende Jahresbeiträge erfreulich verlaufen, während das Geschäft gegen Einmalprämien verhalten verlaufen sei. Die Krankenversicherungssparte habe erneut stärker als der Markt zulegen können, das Neugeschäft der Deutschen Bausparkasse Badenia habe sich hingegen verhalten entwickelt. Mit 96,2% sei bei der combined ratio (Schaden-Kosten-Quote) im Sachversicherungsbereich ein im Branchenvergleich hervorragender Wert erzielt worden.
Für das laufende Jahr erwarte AMB bei den Lebensversicherungen eine Steigerung der Prämieneinnahmen und des Neugeschäfts um jeweils zehn Prozent. Im Sachgeschäft liege das Ziel bei einem Beitragsplus von fünf bis sechs Prozent. Eine Ergebnisprognose sei nicht abgegeben worden, da es wesentlich vom weiteren Verlauf der Finanzmärkte und vom Ausgang der aktuellen steuerlichen Diskussion abhänge.
AMB Generali habe mit 4 börsennotieren Töchtern Gewinnabführungsverträge abgeschlossen und jeweils Ausgleichs- und Abfindungsangebote abgegeben. Betroffen seien die AM Leben (2,86% Streubesitz), die AM Versicherung (1% Streubesitz), Die Thuringia (0,9% SB) und die Volksfürsoge Holding (1,16%). AMB wolle mit Hilfe einer steuerlichen Organschaft innerhalb der AMB-Gruppe Gewinne und Verluste steuerlich verrechnen und so die Steuerlast verringern. Die Aktionäre der AM Leben und der AM Versicherung hätten bereits in außerordentlichen Hauptversammlungen den Verträgen zugestimmt.
Die AMB Generali verfüge mit der DVAG (AM Leben, der Commerzbank (Volksfürsorge) und der Cosmos Direkt über starke Vertriebspartner. Der Konzern beabsichtige nicht, seinen knapp achtprozentigen Anteil an der Commerzbank weiter aufzustocken. Die bestehende Kooperation im operativen Geschäft solle allerdings weiter ausgebaut werden.
So werde die Aachener und Münchener Gruppe in den nächsten drei Jahren in rund 500 Filialen der Commerzbank Allfinanz-Center einrichten, um den Kunden der Bank Versicherungen anzubieten. Im Gegenzug werde die Commerzbank in etwa 250 Repräsentanzen der AMB Banking-Center einrichten, um Bankprodukte zu verkaufen. Von der Kooperation erwarte AMB bis 2005 zusätzlich zwei Milliarden Euro Bausparsumme und 1,5 Milliarden Euro Beitragssumme Leben pro Jahr.
Die Aachener und Münchener Beteiligungs-AG firmiere seit dem 02.07.01 als AMB Generali Holding AG. Damit werde die Nähe zum Mehrheitsaktionär Generali auch im Namen deutlich gemacht.
Im Rahmen der Unternehmenssteuerreform plane AMB, das mit 45 Prozent Körperschaftssteuer belastete Eigenkapital an die Aktionäre auszuschütten. Dies solle zu einer Sonderdividende von 4,02 Euro je Aktie führen. Die am Geschäftsverlauf orientierte Dividende solle um fünf Cents auf 1,23 Euro erhöht werden.
Die AMB Generali sei im deutschen Erstversicherungsmarkt hervorragend positioniert und sollte vom Trend zur privaten Altersvorsorge überproportional profitieren. Nachdem die Analysten die Aktie im Juli bei 135 Euro heruntergestuft hätten, ergebe sich auf dem aktuellen Kursniveau von etwa 101 Euro eine gute Wiedereinstiegsgelegenheit.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie AMB Generali daher auf Outperformer herauf.
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