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Analysen - DAX 100
21.12.2001
Rheinmetall VZ Outperformer
Frankfurter Sparkasse

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Die Analysten von der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktien der im MDAX notierten Rheinmetall AG (WKN 703003, VZ) weiterhin auf Outperformer ein.

Die Gesellschafter der Röchling Industrie Verwaltung GmbH (RIV), die in dieser Gesellschaft ihre Beteiligung an der Rheinmetall AG (72,7% der Stämme und 10,5% der Vorzüge) halten würden, hätten auf ihrer Gesellschafter-Versammlung am 7. Dezember 2001 diverse Satzungsänderungen mit wegweisendem Charakter beschlossen. Dadurch werde nun künftig auch dem Management eine Beteiligung an dem Mischkonzern ermöglicht.

Damit verbunden sei außerdem ein Programm zur nachhaltigen Erhöhung des Shareholder Values, das vom Rheinmetall-Vorstand entwickelt und geführt werde. Dieses umfasse unternehmensinterne Maßnahmen zur Erhöhung des Unternehmenswertes und die Überprüfung aller strategischen Optionen für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Das Programm sehe unter anderem den weiteren Verkauf von Randaktivitäten aber auch Akquisitionen vor. Zur Unterstützung der Projekte werde ein Lenkungsausschuss eingerichtet, dem Mitglieder der Familie Röchling, der Vorstand von Rheinmetall und internationale Berater, darunter das Investmenthaus Goldman Sachs, angehören würden.

Die Neuerungen im Steuerrecht 2002 würden damit einmal mehr ihre Schatten voraus werfen. So dürften Kapitalgesellschaften vom kommenden Jahr an ihre Gewinne aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen steuerfrei einstreichen.

Die nun bei Rheinmetall vollzogenen Satzungsänderungen würden daher begründbare Spekulationen um einen möglichen Verkauf des Konzerns aufkommen lassen. Die dabei wohl angestrebten Preise dürften dem Substanzwert des Konzerns dann eher gerecht werden als die aktuellen Börsenkurse.

Neben dieser "Story" könne die Aktie mit einer Dividendenrendite von über 5 Prozent aufwarten. Für zusätzliche Dynamik solle die Charttechnik sorgen, falls es gelinge die Widerstandsmarke bei rund 13 Euro zu überwinden.

Bei der Frankfurter Sparkasse wird die Einschätzung daher bei Outperformer belassen. Das Stop-Loss-Limit wird auf acht Euro gesetzt.



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