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Analysen - Ausland
20.12.2001
Air Liquide defensive Beimischung
Zürcher Kantonalbank

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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank sehen die Aktie von Air Liquide (WKN 850133) als defensive Beimischung.

Mit einem Umsatzrückgang um 3,6% im dritten Quartal habe sich auch Air Liquide der schwachen Nachfrage aus den Kundenindustrien Elektronik, Chemie und Stahl nicht entziehen können. Seit Oktober sehe man aber wieder eine leichte Erholung zumindest bei den Lieferungen an die Elektronikindustrie in Asien. Langfristig habe sich Air Liquide vor allem bei der Produktion von Wasserstoff gut positioniert. Nachdem das Unternehmen den Absatz von Wasserstoff in den letzten fünf Jahren versechsfacht habe, rechne Air Liquide mit einem weiteren Umsatzwachstum für Wasserstoff von über 10% p.a. in den nächsten Jahren.

Der Wachstumsmotor bleibe hierbei der steigende Bedarf an Wasserstoff zur Entschwefelung von Kraftstoffen, um so verschärfte Umweltauflagen erfüllen zu können. Die Nutzung von Wasserstoff zur Energieerzeugung mittels Brennstoffzellen biete langfristig bedeutendes zusätzliches Potenzial, bis zum rentablen kommerziellen Einsatz würden allerdings noch 10 bis 15 Jahre vergehen. Air Liquide werde es auch in diesem Jahr gelingen, den Gewinn pro Aktie knapp zweistellig zu steigern. Mit einem Kosteneinsparungsprogramm von 300 Mio. Euro bis 2003 werde Air Liquide die Gewinndynamik aufrechterhalten und sei damit weiterhin attraktiv bewertet.

Air Liquide bleibt als defensive Beimischung im Aktienportfolio Europa, so Bernd Pomrehn, Analyst der Zürcher Kantonalbank.


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