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Analysen - Neuer Markt
05.12.2001
MediGene Outperformer
Stadtsparkasse Köln

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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von MediGene (WKN 502090) weiterhin als Outperformer ein.

MediGene sei ein produktorientiertes Unternehmen mit einem zu Beginn sehr hohen Kapitalbedarf für die Entwicklung und die Tests von Medikamenten. Die ersten Erlöse aus neuen Medikamenten würden erst nach der Markteinführung fliessen. Von der Entdeckung einer potenziellen therapeutischen Substanz bis zur Markteinführung könnten bis zu 10 Jahre vergehen. Nach Markteinführung der Produkte sei jedoch mit hohen Gewinnmargen zu rechnen. Einige Produkte von MediGene würden bereits klinisch erprobt. MediGene konzentriere sich derzeit auf die Entwicklung von Medikamenten zur Heilung von Herz- und Tumorerkrankungen.

Um den hohen Kapitalbedarf abzufedern verfolge das Unternehmen zwei Geschäftsmodelle: Zum einen werde die Erzielung kurz- und mittelfristiger Erträge durch den Abschluss von Entwicklungskooperationen sowie die Auslizenzierung von potenziellen Ziel molekülen (Ansatzpunkte für Medikamente) ermöglicht. Zum anderen könnten durch die eigene Wirkstoffentwicklung und anschließende Vermarktung mit Partnern auch langfristig Erlöse erzielt werden.

Die so genannte ITD-Plattform (Integrated Target Definition) sei die Kerntechnologie des Unternehmens. Diese integriere sämtliche Schritte von der Identifizierung molekularer Veränderungen bis hin zur Validierung von Targets (Zielmolekülen). Die ITD-Plattform diene einerseits der internen Entwicklung von Wirkstoffkandidaten, werde andererseits aber auch externen Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt. MediGene habe mehrere Allianzen geschlossen. Neben einer Allianz mit Aventis (Entwicklung eines Vakzins gegen den schwarzen Hautkrebs) und der Kooperation mit Schering (Entwicklung von Vakzinen) sei das Unternehmen erst kürzlich eine Kooperation mit der ebenfalls am Neuen Markt notierten Gesellschaft Evotec OAl eingegangen. Die beiden Unternehmen würden bei der Suche nach neuen Wirkstoffen für die Therapie von Herzerkrankungen zusammenarbeiten.

MediGene habe derzeit 7 Medikamente in verschiedenen Phasen der klinischen Entwicklung. Für das Jahr 2003 sei in Europa die Markteinführung des Medikamentes Leuprogel gegen Prostatakrebs beantragt. Die Studie der klinischen Phase III habe erfolgreich abgeschlossen werden können, das Resultat habe die Erwartungen übertroffen. Die Zulassung sei bei den US-Behörden bereits beantragt. Das Unternehmen habe gute 9-Monatszahlen präsentiert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern habe sich planmäßig auf minus 19,17 (Vj. minus 8,62) Mio. Euro was durch Investitionen in Forschung und Entwicklung zu begründen sei und deutlich unter den Erwartungen (minus 25 Mio. Euro) liege. Der Verlust vor Steuern belaufe sich auf 15,15 Mio. Euro. Der Umsatz habe um 75% auf 5,88 Mio. Euro zugelegt. Die Kostenentwicklung sei deutlich besser als erwartet. Die liquiden Mittel würden sich auf knapp 95 Mio. Euro belaufen.

MediGene sei das erste deutsche Biotech-Unternehmen, das einen Zulassungsantrag für ein Medikament eingereicht habe. Enormes Potenzial ergebe sich, wenn das Medikament die Marktzulassung erhalten sollte. Die Höhe der liquiden Mittel sei positiv zu beurteilen.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bekräftigen ihre Einschätzung für die Aktie von MediGene mit Outperformer.



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