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Analysen - Ausland
19.12.2001
Pfizer nicht nur mit Viagra Spitze
Oldenburgische LB

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Für die Analysten der Oldenburgischen Landesbank ist Pfizer (WKN 852009) nicht nur mit Viagra Spitze.

Nach der Fusion mit Warner-Lambert sei Pfizer zum größten Pharmakonzern der USA (28 Mrd. US-Dollar Umsatz) aufgestiegen. Die New Yorker seien mit ihrer Produktpalette, zu der unter anderem Verkaufsschlager wie "Celebrex" (Arthritismittel), "Lipitor" (Anticholesterin-Mittel) und das Potenzmittel "Viagra" gehören würden, gut aufgestellt. Auch im Konzert der großen Pharmakonzerne spiele Pfizer eine besondere Rolle. Denn am Dienstag habe Pfizer mit dem derzeitigen Trend zu Gewinnwarnungen in der US-Pharmabranche gebrochen und verkündet, die Gewinnprognosen für dieses und nächstes Jahr einzuhalten.

Seinen Optimismus habe der Konzern mit der Nachricht unterstrichen, die Dividende werde im nächsten Quartal um 18 Prozent auf 13 Cent pro Aktie angehoben. Auf einer Analystenkonferenz habe der weltgrößte Medikamentenhersteller zudem einen positiven Ausblick auf kommende Jahre gegeben: Die Gewinne würden 2002 um mindestens 20 Prozent zulegen, und auch der Umsatz werde im zweistelligen Bereich wachsen. Die Konkurrenten Merck (USA) und Bristol-Myers Squibb (USA) hätten dagegen zuvor beide durch Gewinnwarnungen die Investoren verschreckt.

Im Gegensatz zu diesen Unternehmen habe Pfizer aber keine nennenswerten Probleme mit der Konkurrenz durch Generika. Der Grund: Die Hauptprodukte wie "Viagra" und "Lipitor" würden noch unter sicherem Patentschutz sehen. Ein 5,3 Mrd. US-Dollar Forschungsetat stelle zudem sicher, dass sich weitere interessante Medikamente in der Forschungspipeline befinden würden.

Bei Pharma ist Pfizer die Nummer eins - auch für risikobewusste Anleger, so die Analysten der Oldenburgischen Landesbank.



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