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Analysen - Ausland
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17.12.2001
Citigroup "outperform"
Morgan Stanley Dean Witter
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Wertpapierexperten von Morgan Stanley Dean Witter stufen die Aktie des US-amerikanischen Bankenkonzerns Citigroup (WKN 871904) auch weiterhin als Outperformer ein.
Die Citigroup habe in den vergangenen Jahren ihre Kapitalreserven erfolgreich in Übernahmen auf und jenseits des US-Binnenmarktes investiert. Im August 2001 hätte das Unternehmen seine auf etwa 12,5 Mrd. US-Dollar geschätzte Übernahme der Grupo Financiero Banamex-Accival („Banacci“) abgeschlossen. In den Augen der Analysten sei diese Übernahme ein positiver Schritt und würde die Vorreiterrolle der Citigroup bei den internationalen Fusionen im Finanzbereich hervorheben. Im Zuge ihrer Übernahmepolitik in Verbindung mit eigener Aufbauleistung hätte die Citigroup eine herausragende internationale Endverbraucherdivision aufgebaut und würde dadurch über einen Zeitvorteil von etwa 5 Jahren gegenüber jenen Unternehmen verfügen, die sich eine solche globale Konsumentenbasis erst noch aufbauen müßten.
Aber auch auf dem Sektor Geschäftskunden hätte die Citigroup klare Vorzüge gegenüber den klassischen Investmentbanken, da sie ein wesentlich umfangreicheres Portfolio aus Dienstleistungen und Know How anbieten könnte. Gerade diese Diversifikation würde es der Citigroup auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld erlauben, Marktanteile zu gewinnen. Auf der anderen Seite könnten die Investoren und Geschäftskunden auch die Ansicht vertreten, dass ein und derselbe Finanzpartner kaum in der Lage sein dürfte, sämtliche Dienstleistungen aus diesem Portfolio in gleich guter Qualität zu leisten.
Weitere Gründe zur Besorgnis seien die hohen Kapitalkosten des Personenversicherungsgeschäftes und die hohe Anfälligkeit eines global operierenden Konzerns für weltweite konjunkturelle Schwankungen. Letzteres würde sich besonders in einem Rückgang der internationalen Wachstumsraten der Citigroup manifestieren.
Nach Meinung der Börsenspezialisten würden dem Finanzsektor sicherlich noch einige Konsolidierungsprozesse bevorstehen und die Citigroup könnte hier aufgrund ihrer besonderen Stärken in den Bereichen Fusionen und Übernahmen profitieren. Trotz der tragischen Ereignisse des 11.09. sei die Globalisierung der Bankenkonzerne auch weiterhin auf dem Vormarsch und die Citigroup sei hierbei insbesondere im Bereich Endverbraucher eine der profiliertesten Firmen. Die reine Größe eines Unternehmens würde zunehmend Voraussetzung für den Erfolg, da durch Größe die Kosten minimiert, die technologische Ausstattung eines Unternehmens optimiert und die Kapazitäten im Bereich Risikomanagement ausgebaut werden könnten, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Diese Strategie würde die Citigroup in ihren unterschiedlichen Geschäftsbereichen verfolgen.
Die EPS Prognose der Börsenspezialisten für das Geschäftsjahr 2001 würde bei 2,74 US-Dollar liegen. Im Finanzjahr 2002 könnte der Gewinn pro Aktie auf 3,40 US-Dollar steigen.
In Essenz dieser Analyse geben die Investmentbanker von Morgan Stanley Dean Witter der Aktie der Citigroup bei einem 12-Monats-Kursziel von 57 US-Dollar, basierend auf dem 16,8-fachen der EPS Prognose für das Finanzjahr 2002, auch weiterhin das Rating „outperform“.
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