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Analysen - Neuer Markt
18.12.2001
PrimaCom neutral
Merrill Lynch

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Die Investmentbanker von Merrill Lynch bewerten die Aktie des deutschen Kabelnetzbetreibers PrimaCom (WKN 625910) mittelfristig weiterhin neutral.

PrimaCom und UPC hätten vor kurzem das Ende ihrer Fusionsgespräche bekanntgegeben. Obwohl die Entscheidung über das Ende der Gespräche allgemein erwartet worden sei, stelle sie doch eine große Enttäuschung für PrimaCom dar. Nicht zuletzt bleibe das Unternehmen als mögliches Übernahmeziel auf dem sich schnell konsolidierenden deutschen Markt für Kabelnetze zurück. Nach Meinung der Experten werde das Unternehmen nun versuchen Teile seiner Aktiva die nicht den Kernbereich betreffen zu verkaufen und sich auf seine Hauptgeschäfte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen konzentrieren. Obwohl die Aktie mit 598 US-Dollar/RGU gehandelt werde und damit einer der billigsten im Pay-TV Bereich sei, sehen die Analysten die Entwicklung mittelfristig weiterhin verhalten. Auch die Tatsache, dass die Zahlen des Dritten Quartals die Erwartungen erfüllt hätten, ändere daran nichts. Vielmehr sei zu erwarten, dass die anhaltende Unsicherheit über PrimaComs strategische Position im deutschen Kabelnetzmarkt den Wert der Aktie weiter herunterdrücken werde.

Des weiteren sei bei einem Gewinn pro Aktie für das Jahr 2000 in Höhe von 1,1 Euro für das Jahr 2001 mit einem Wert von 4,3 Euro zu rechnen. Im darauffolgenden Jahr gehen die Analysten von einem Gewinn pro Aktie von 4,5 Euro aus.

Entsprechend dieser Einschätzung bleiben die Finanzexperten von Merrill Lynch bei ihrer Bewertung die Aktie von PrimaCom und stufen sie mittelfristig neutral ein. Langfristig orientierten Anlegern werde zum Kauf geraten.


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