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Analysen - Ausland
18.12.2001
Celgene bei Schwäche akkumulieren
Der Aktionär-online

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Die Analysten von "Der Aktionär-online" raten die Aktie Celgene Corp. (WKN 881244) bei Schwäche zu akkumulieren.

Celgene habe die in den letzten Monaten stark zulegen können. Daher könnte die Aktie auch auf der Verkaufsliste einiger Fondmanager stehen. Der kluge Anleger sollte aber im Fall von Celgene nicht den Profis nacheifern, sondern bei Schwäche eher zukaufen. Das Papier sei nicht nur in diesem Jahr ein gutes Investment gewesen, sondern sollte auch im nächsten Jahr seinen positiven Trend fortführen können. Eine aussichtsreiche Produkt-Pipeline, darunter vor allem die Medikamente Thalomid und Ritalin, sollte noch bis ins Jahr 2004 für steigende Gewinne sorgen.

Erst im November habe das Unternehmen auf verschiedenen medizinischen Konferenzen mehrere präklinische Studien mit aussichtsreichen Produktkandidaten vorgestellt. Aber diese würden wohl für die positive Entwicklung des Aktienkurses in den nächsten Monaten weniger entscheidend sein. Viel wichtiger seien hier die Schlüsselprodukte Thalomid, zur Behandlung des Multiplen Myeloms, und Ritalin, das beim Krankheitsbild ADHD (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) mit großem Erfolg bereits angewendet werde.

Thalomid könnte noch mehr Potenzial bei der Behandlung der verschiedensten Krebserkrankungen aufweisen, daher würden derzeit weltweit mehr als 200 klinische Studien mit Thalomid durchgeführt. Bei den erwähnten Studien solle das Präparat auf eine mögliche Wirksamkeit vor allem gegen solide Tumoren wie Prostatakrebs, Darmkrebs, Nierenzellkarzinom sowie Gehirntumoren aller Art geprüft werden. Ein positives Abschneiden könnte Thalomid den Zugang zu weiteren Indikationen erschließen und Celgenes Umsätze noch weiter ankurbeln.

Bei der Entwicklung von ADHD Therapien arbeite der Konzern mit dem Pharmaunternehmen Novartis zusammen. Erst vor Kurzem hätten die Kooperationspartner von der FDA die Zulassung für das Produkt Focalin erhalten, der Nachfolger von Ritalin liege in einer reineren Form vor und könne daher bei gleicher Wirkung in geringerer Dosierung verabreicht werden.

Ein zweites Produkt dieser mehr als fruchtbaren Zusammenarbeit, Ritalin-LA, das gegenüber zu herkömmlichem Ritalin eine Langzeitwirkung aufweise, solle schon Anfang 2002 zugelassen werden.

Celgene erhalte im Rahmen der Vereinbarung von sämtlichen Produkten der Ritalin-Familie einen beträchtlichen Teil der Umsätze, die Rede sei von stattlichen 25 bis 30% je Produkt. Und auch das Marktpotenzial für Medikamenten gegen ADHD könne sich sehen lassen, es betrage im aktuellen Jahr 800 Mio. US-Dollar, in den kommenden ein bis zwei Jahren erwarte man schon ein Umsatzvolumen in Höhe von etwa 1 Mrd. US-Dollar.

Die Analysten von "Der Aktionär-online" raten Anlegern die Celgene-Aktie bei Schwäche zu akkumulieren.



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