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Analysen - Nebenwerte
14.01.2008
GFT Technologies kaufen
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen weiterhin die GFT Technologies-Aktie (ISIN DE0005800601/ WKN 580060) zu kaufen.

Der im Schwarzwald ansässige IT-Dienstleister sei auf dem besten Wege ein ausgezeichnetes Jahr zu absolvieren. Das Unternehmen habe im Laufe des Jahres bereits mehrfach die Prognose erhöhen können und sei nun auf der Zielgeraden diese auch zu erfüllen. Das sage den Experten Finanzvorstand Jochen Ruetz bei ihrem Treffen anlässlich der Münchener Kapitalmarktkonferenz der GBC AG.

Nach neun Monaten habe der Umsatz knapp 177 Millionen Euro und das EBT 8,7 Millionen Euro erreicht. Netto habe in der Kasse ein Gewinn von 5,7 Millionen Euro oder 22 Cent je Aktie geklingelt. Das dritte Quartal sei mit einer EBIT-Marge von über fünf Prozent und einem Gewinn je Aktie von neun Cent super ausgefallen. "Das vierte Quartal wird aufgrund weniger Arbeitstage nicht ganz so stark ausfallen wie das Q3. Dies ist aber entsprechend unserer Planung berücksichtigt", erkläre Ruetz. Der Finanzvorstand rechne für das Gesamtjahr nunmehr mit einem Umsatz von 230 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von fünf Prozent. Vor Steuern entspreche dies einem Gewinn von 11,5 Millionen Euro. Die Steuerquote beziffere der CFO auf circa 30 Prozent. Netto sollten sodann bis Silvester acht Millionen Euro verdient werden oder 30 Cent je Aktie.

Für das Jahr 2007 wolle das Unternehmen auch eine Dividende auszahlen. "Wir können uns vorstellen, dass wir etwa ein Drittel unseres Jahresgewinns ausschütten", sage Ruetz. Entsprechend sei eine Dividende von circa zehn Eurocent je Aktie zu erwarten. Das würde bei einem Kurs von 3,20 Euro einer Rendite von drei Prozent entsprechen, was sehr ordentlich sei.

Operativ profitiere GFT Technologies von einer guten Konjunktur und einer regen Nachfrage der Kunden. Das Unternehmen mache allerdings einen Umsatz von circa 80 Millionen Euro mit Banken. Bekanntlich würden Banken derzeit massiv Geld durch den Schornstein jagen, als ob es Papiergeld sei. Drohe von dieser Seite aus eine Investitionszurückhaltung, könnte dies GFT Technologies eventuell negativ treffen. "Bisher spüren wir diesen Effekt nicht. Auf das Investmentbanking entfallen lediglich rund 21 Millionen Euro Umsatz im Bereich Services. Gerade dieser Bereich ist von der momentanen Krise der Banken am stärksten betroffen", erläutere Ruetz. Ob der Schlammassel auf GFT Technologies schlussendlich übergreifen könnte, sei offen. Ruetz sei aber zuversichtlich, dass sich dies im Rahmen halten werde und vermutlich kompensiert werden könnte.

Im nächsten Jahr strebe das Unternehmen erneut organisches Wachstum an. "Wir wollen pro Jahr im Schnitt um 15 Prozent wachsen, um im Jahr 2011 einen Umsatz von 350 Millionen Euro zu erreichen". Das Jahr 2007 sei ein überdurchschnittliches Jahr gewesen. Möglich, dass GFT Technologies in 2008 zwischen 10 und 15 Prozent wachse und sich das Wachstum zu 2007 etwas abschwäche. Laut Ruetz solle sich hingegen die EBIT-Marge im nächsten Jahr weiter verbessern und sich mittelfristig auf circa acht Prozent belaufen. Das Wachstum könnte sich aber auch durch Zukäufe weiter beschleunigen. "Wir schauen uns im Markt nach Übernahmen um und prüfen permanent externes Wachstum", sage Ruetz. Gut möglich, dass der Vorstand im Jahr 2008 erneut zuschlage und sich eine Firma in Deutschland, der Schweiz oder Frankreich einverleibe.

Mit einem KGV von zehn für das Jahr 2007 sei die Aktie zu günstig. Für 2008 werde sich das Gewinn-Multiple sogar in den einstelligen Bereich reduzieren.

Die Experten von "TradeCentre.de" halten an ihrer Kaufempfehlung für die Aktie von GFT Technologies fest. (Analyse vom 14.01.2008) (14.01.2008/ac/a/nw)


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