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Analysen - DAX 100
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17.12.2001
HypoVereinsbank akkumulieren
ABN Amro
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Die Analysten von ABN Amro bleiben trotz einer gerichtlich vereinbarten Kompensationszahlung an Aktionäre der DAB Bank bei ihrer Empfehlung, Aktien der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank (WKN 802200) zu akkumulieren.
Die DAB Bank, die Online-Broker Tochter der HypoVereinsbank habe Donnerstag bekanntgegeben, dass auf Grund eines gerichtlichen Vergleiches die Aktionäre der Bank eine Abgeltung von 1,10 Euro pro Aktie erhalten würden. Seit der Akquisition von Self Trade im Jahr 2000 und der damit verbundenen Kapitalerhöhung hätten verschiedene Aktionäre ihre Einwände geäußert, dass der Ausgabekurs der neuen DAB Aktie, die für diesen Zweck begeben worden sei, unakzeptabel niedrig gewesen sei und dadurch den Wert der normalen DAB Aktie verwässert habe.
Um die dadurch bestehende Unsicherheit zu beseitigen, sei die HypoVereinsbank in Verhandlungen eingetreten und habe zugestimmt, eine Kompensationszahlung zu leisten. Vor der Kapitalerhöhung seien zirka 56 Mio. Aktien im Umlauf gewesen, von denen die HypoVereinsbank selbst zirka 70% gehalten habe. Die Barabgeltung werde an jene DAB Aktionäre bezahlt, die nach Börsenschluss am 19. Dezember 2001 DAB Aktien besessen hätten.
Die Analysten gehen davon aus, dass die Auszahlung das Ergebnis der HypoVereinsbank um zirka 17 Mio. Euro belasten werde. Dies sei zwar ihrer Ansicht nach kein wesentlicher Betrag, inklusive einer möglichen Strafzahlung für Wechselkursfestlegungen in Höhe von geschätzten 28 Mio. Euro bedeute dies aber dennoch, dass die Analysten von ABN Amro ihre Schätzung für 2001 möglicherweise etwas zurücknehmen könnten.
Die Analysten bleiben aber trotzdem bei ihrer Empfehlung, Aktien der HypoVereinsbank zu akkumulieren.
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