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Analysen - Neuer Markt
17.12.2001
Nordex akkumulieren
AC Research

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Die Analysten von AC Research empfehlen die Aktie von Nordex (WKN 587357) zu akkumulieren.

Nordex habe bekannt gegeben, seine Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2000/2001 (1.10.00 - 30.9.01) gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent auf 354,3 Millionen Euro erhöht zu haben. Der Auftragseingang sei in diesem Zeitraum um 39 Prozent auf 410 Millionen Euro gesteigert worden. Das EBIT habe unterproportional um 6,8 Prozent auf 14,1 Millionen Euro zugelegt. Grund für diese Entwicklung seien hohe Einmalaufwendungen. Diese wären hauptsächlich planmäßige Anlaufverluste der Rotorblattfertigung und Aufwendungen für die Erweiterung des internationalen Vertriebsnetzes gewesen.

Die Zahlen seien insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Das operative Ergebnis sei sogar etwas besser ausgefallen, als vom Management angekündigt. Zum Ende des dritten Quartals sei geäußert worden, dass sich das EBIT auf Vorjahresniveau von 13,2 Millionen Euro belaufen solle. Nun habe man rund eine Million Euro mehr verdient.

Für das laufende Geschäftsjahr 2001/2002 erwarte das Unternehmen ein Wachstum der Gesamtleistung von rund 30 Prozent. Die im abgelaufenen Jahr eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der EBIT-Marge sollen zudem erste Wirkung zeigen. Grund für den Umstand, dass die EBIT-Entwicklung in 2000/01 mit der Steigerung der Gesamtleistung nicht Schritt halten konnte seien vor allem die Investitionen in Höhe von 22,3 Millionen Euro. Der Schwerpunkt sei dabei auf die Errichtung einer eigenen Rotorblatt-Fertigung gelegt worden. Bislang hätten die Komponenten fremdbezogen werden müssen. Nun würden sie selbst hergestellt, was die Margen steigern dürfte. Die Rotorblattproduktion solle insofern im Jahr 2002 den Breakeven erreichen. Außerdem wolle Nordex durch eine Reduzierung des Produktprogramms auf vier Basismodelle Skaleneffekte in der Produktion erzielen. Nach Angaben des Managements solle sich die EBIT-Marge im laufenden Geschäftsjahr auf fünf Prozent erhöhen.

Nordex verfüge im zukünftig wichtigsten Absatzbereich der großen Leistungsklasse mit Turbinen über ein MW über eine technologisch führende Position und biete aktuell mit seinem Modell N80 die serienmäßig gefertigte Turbine mit der größten MW-Leistung am Markt an. Mit der Entwicklung der Offshore-Versionen versuche Norde seine technologische Spitzenstellung zu untermauern und sich ein gute Ausgangsbasis für die zukünftig zu errichtenden Windparks auf dem freien Meer zu verschaffen.

Bislang habe Nordex an der Kurserholung des Neuen Markt nur unzureichend teilgenommen. Grund für die zurückhaltende Tendenz könnte auch das teilweise schwache Sentiment bei den Windparkprojektieren am Neuen Markt sein, sowie Probleme bei den direkten Konkurrenten NEG Micon oder Vestas Wind Systems gewesen sein.

Nordex verfüge allerdings über gute Wachstumsperspektiven. Die Windenergie sei eine der technologisch am weitesten entwickelten Energieformen im Wachstumsmarkt erneuerbare Energien. Zudem habe sich Nordex bereits international ausgerichtet und habe eine führende Wettbewerbsstellung im Megawattbereich. Insofern dürfte die Gewinnmargen in Zukunft ausbaufähig sein.

Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von AC Research die Aktie von Nordex an schwächeren Tagen zu kaufen.



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