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Analysen - Nebenwerte
19.12.2007
OHB Technology kaufenswert
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von OHB Technology (ISIN DE0005936124/ WKN 593612) kaufenswert.

Marco Fuchs, Vorstandschef der OHB Technology, erwarte in diesem Geschäftsjahr eine Gesamtleistung inklusive der erstmalig ab dem 1. Juli konsolidierten Kayser-Threde GmbH von rund 220 Millionen Euro und ein EBIT von circa 18 Millionen Euro. Wie der CEO den Experten bei ihrem Treffen in Frankfurt mitgeteilt habe, solle sich der Gewinn je Aktie in 2007 auf 78 Cent belaufen oder auf mehr als 11,5 Millionen Euro.

Im Gewinn seien allerdings auch positive Sondereffekte enthalten. Einerseits aus dem Teilverkauf der Beteiligung an ORBCOMM in Höhe von 17 Cent sowie einem positiven Effekt aus der Unternehmenssteuerreform. Abzüglich dieser Effekte rechne Fuchs in 2007 mit einem Gewinn von circa 55 Cent je Aktie. "Wir sind sehr zuversichtlich unser Umsatz- und Gewinnziel zu übertreffen und schließen eine kleine Übererfüllung nicht aus", sage Fuchs.

Zudem kündige der Firmenlenker für 2007 die Auszahlung einer Dividende an, wobei er sich zur Höhe noch nicht habe äußern wollen. Für das Jahr 2006 habe der Raumfahrtkonzern eine Dividende von 23 Cent je Aktie ausgeschüttet. Die Experten würden für dieses Jahr eine leicht höhere Auszahlung erwarten.

Für das kommende Jahr zeige sich Fuchs optimistisch weiter zu wachsen. Laufe alles glatt, könnte sich die Gesamtleistung auf mehr als 260 Millionen Euro verbessern. Zum Ergebnis habe sich der Vorstandsvorsitzende noch nicht äußern wollen. Ziel sei aber, den Ertrag im kommenden Jahr ebenfalls deutlich zu steigern. Mittelfristig sei es das Ziel mit einer EBIT-Marge von zehn Prozent zu wirtschaften. Analysten würden in 2008 mit einem EBIT von mindestens 22 Millionen Euro und einem EPS von mehr als 83 Cent je Aktie oder einem Überschuss von über 12,3 Millionen Euro rechnen.

Die Aussichten für das Unternehmen seien rosig. Per Ende September habe der Auftragsbestand bei fast einer halben Milliarde Euro gelegen. Das Auftragspolster dürfte sich tendenziell weiter erhöhen, da sich das Management in viel versprechenden Gesprächen hinsichtlich neuer Projekte befinde, sage Fuchs. Sehr wahrscheinlich, dass die Bremer bei einigen Raumfahrtprogrammen den Zuschlag erhalten würden. Das könnte zum Beispiel der geplante Mondsatellit "Lunar Exploration Orbiter" sein.

Zudem sei ein Projekt in der Türkei im Gespräch mit einem Volumen von circa einer Viertelmilliarde Euro. Von der Wiederbelebung des Galileo-Satellitenprojekts profitiere OHB Technology ebenfalls. Insgesamt befinde sich die Gesellschaft in Auftragsgesprächen im Volumen von circa einer Milliarde Euro.

Großes Interesse habe Fuchs am Kauf der Airbus-Werke von EADS in Nordenham, Varel und eventuell Augsburg. Bis Ende des Jahres solle eine Entscheidung getroffen werden. Im Bieterverfahren befinde sich neben OHB noch die amerikanische Spirit Aerosystems. "Wir würden die Werke gemeinsam mit einem Partner kaufen, indem wir jedoch die Mehrheit erhalten", sage Fuchs. Für den Deal, durch den OHB Technology in ganz neue Sphären stoßen würde, wäre auch eine kleinere Kapitalerhöhung notwendig.

Das Unternehmen koste an der Börse knapp 200 Millionen Euro. Aktuell halte Fuchs die Aktie für unterbewertet und kaufe daher momentan eigene Aktien über die Börse zurück. Mit einem KGV von 14 sei der Raumfahrtkonzern alles andere als teuer.

Der Altfavorit der Experten von "TradeCentre.de" OHB Technology ist auf aktuellem Kursniveau kaufenswert. (Analyse vom 19.12.2007) (19.12.2007/ac/a/nw)



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