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Analysen - Nebenwerte
12.12.2001
Triplan Halteposition
Sparkasse Aurich-Norden

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In einer Auftragsstudie für die Sparkasse Aurich-Norden empfehlen die Aktienexperten von Gatrixx NetSolutions GmbH die Aktie von Triplan (WKN 749930) zu halten.

Eine Kursrakete: mehr als 89 Prozent Plus in wenigen Tagen. So die Bilanz der Triplan-Aktie seit dem 23. November 2001. Für Anleger, die das Papier beim Börsengang im März 2001 erworben hätten, sei das nach den Tiefstständen um 1 Euro ein kleiner Trost - schließlich habe der Ausgabepreis bei 6 Euro gelegen. Gibt es nun Grund zur Hoffnung, dass dieses Niveau wieder erreicht wird?, so die Analysten der Sparkasse Aurich-Norden.

Eigentlich nicht. Die Neunmonatszahlen der Gesellschaft seien ernüchternd. Der Umsatz sei im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 15,5 Prozent auf 22,9 Millionen Euro geklettert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um 9,1 Prozent auf 0,22 Millionen Euro gestiegen. Das Nachsteuer-Ergebnis habe sich auf minus 1,11 Millionen Euro verschlechtert. In den ersten drei Quartalen 2000 habe noch ein Gewinn von 0,27 Millionen Euro ausgewiesen werden können. Grund sei eine vorläufige Wertberichtigung von 1,5 Millionen Euro auf eine ausstehende Forderung.

Für das Gesamtjahr seien die Aussichten ebenfalls mäßig. Der Umsatz werde im zweiten Halbjahr 2001 voraussichtlich einstellig und damit geringer als im ersten Halbjahr wachsen. Grund sei die Abkühlung der Konjunktur; wichtige Kunden würden ihre Investitionen ins nächste Jahr verschieben. Als Reaktion auf diese Entwicklung habe die Firma Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. Einsparungen würden vor allem beim Einkauf von Fremdleistungen und im Personalbereich vorgenommen. Ferner werde die weitere Gründung von Niederlassungen und Tochtergesellschaften im Ausland verschoben.

Trotz dieser Maßnahmen würden die geplanten Ertrags- und Ergebnisziele für das Gesamtjahr voraussichtlich nicht erreicht, so der Vorstand. Nach Meinung der Analysten eine Verharmlosung: Die Ziele dürften weit verfehlt werden. Geplant gewesen seien ein Umsatz von 34,9 Millionen Euro und ein Nachsteuergewinn von 2,01 Millionen Euro.

Für die kommenden Jahre sei das Unternehmen jedoch optimistisch. Trotz Abkühlung der Konjunktur werde der Markt für Outsourcing weiter deutlich wachsen, so das Management. Die Gesellschaft wolle vor allem von ihren stabilen und langjährigen Kundenbeziehungen profitieren und sich so von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage abkoppeln.

Der jüngste Kursanstieg sei wohl auf die Beteiligung der NORD/LB zurückzuführen, die 32 Prozent der Triplan-Aktien halte. Erst kürzlich habe die Bank Stücke von den Altaktionären Bernhard Mursch sowie der mb Software AG erworben. Ferner dürfte das SMAX-Unternehmen von der Aufnahme in den SDAX am 27. Dezember profitiert haben. Dieser kurstreibende Effekt scheine aber ausgereizt.

Aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage ist das Triplan-Papier eine Halteposition, so die Experten der Gatrixx NetSolutions GmbH in einer Auftragsstudie der Sparkasse Aurich-Norden.



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