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Analysen - Nebenwerte
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07.12.2007
XING spekulativ kaufenswert
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" sind der Meinung, dass die Aktie von XING (ISIN DE000XNG8888/ WKN XNG888) spekulativ kaufenswert ist.
Der Betreiber des Business-Netzwerkes XING überzeuge die Börse mit strammen Wachstumsschritten und einer hohen Profitabilität. Die Zahlen für das dritte Quartal seien sehr gut ausgefallen. Zudem sei es das beste Quartal in der Firmengeschichte gewesen. Der Umsatz habe in der Zeit von Juli bis September einen Rekordwert von knapp fünf Millionen Euro erreicht. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum habe der Umsatz lediglich bei 2,67 Millionen Euro gelegen. Viel beeindruckender sei jedoch, dass die Hamburger die Gewinne massiv steigern und super Margen abliefern würden.
Das EBITDA habe in Q3 bei mehr als zwei Millionen Euro gelegen und habe sich gegenüber Q3/2006 mehr als verdreifachen können. Die EBITDA-Marge habe sensationelle 42 Prozent erreicht! Addiere man die ersten drei Quartale des Jahres 2007 zusammen, errechne sich ein Umsatz von über 13 Millionen Euro. Das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr betrage über 100 Prozent. Das EBITDA habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf nunmehr über vier Millionen Euro fast verzehnfacht! Die EBITDA-Marge habe im Neunmonatszeitraum 31 Prozent betragen. Auch der operative Cashflow sei nach neun Monaten mit knapp fünf Millionen Euro sehr erfreulich ausgefallen. In der Kasse würden per Ende September rund 37 Millionen Euro Cash schlummern. Zum Börsengang vor rund einem Jahr habe XING Bruttoeinnahmen von rund 40 Millionen Euro verbucht. Somit habe das Management sogar Cash angehäuft anstatt zu verbrennen.
Bei dem Treffen der Experten in Frankfurt kündige Firmenchef Lars Hinrichs für das Gesamtjahr gegenüber 2006 in etwa eine Umsatzverdopplung auf circa 20 Millionen Euro an. Die EBITDA-Marge beziffere Hinrichs für 2007 auf 30 bis 35 Prozent. Das entspreche einem EBITDA von sechs bis sieben Millionen Euro. Entsprechend rechne der Firmenlenker mit einem starken Schlussspurt im vierten Quartal. Finanzvorstand Eoghan Jennings, der ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen habe, beziffere die Abschreibungen auf ungefähr 2 bis 2,5 Millionen Euro. Das EBIT dürfte sich sodann in 2007 auf circa vier Millionen Euro belaufen. Das Finanzergebnis dürfte aufgrund der starken Cashposition mit deutlich mehr als einer Million Euro positiv ausfallen. Pro Aktie könnten am Jahresende circa 90 Cent in der Kasse klingeln.
Für das kommende Geschäftsjahr habe sich das Management zu keiner Prognose hinreißen lassen wollen. Analysten würden in 2008 mit einem Umsatzanstieg auf fast 38 Millionen Euro rechnen. Die EBITDA-Marge habe bereits in Q3 bei mehr als 40 Prozent betragen und könnte im nächsten Jahr auch im gesamten Turnus bei mehr als 40 Prozent liegen. Unterm Strich könnten circa acht Millionen Euro in der Kasse klingeln oder 1,53 Euro je Aktie. Firmengründer und Großaktionär Hinrichs wolle künftig aber nicht nur über Abo-Einnahmen Umsätze fakturieren. Ziel sei, die Gesellschaft breiter aufzustellen. Ab sofort wolle der CEO die Plattform XING für Werbevermarkter öffnen. Neben dieser zusätzlichen Einnahmequelle und Erträgen aus dem Job-Anzeigengeschäft Marketplace ergänze Hinrichs das Geschäft optimal. Zudem habe der Firmenchef weitere Zukäufe nicht ausgeschlossen. "Wir schauen uns um und prüfen stets weitere Optionen im Ausland".
XING sei ein stark wachsendes Unternehmen mit erstklassigen Skaleneffekten, die zu sehr hohen Margen führen würden. EBITDA-Margen von mehr als 40 Prozent könnten durchaus nachhaltig sein. Das wecke sicherlich Begehrlichkeiten. Auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt, hätten die Experten das Gerücht gehört, dass Axel Springer an XING Interesse habe. Hinrichs habe dies allerdings nicht kommentieren wollen. Mit seinen rund 30 Jahren habe er auf die Experten allerdings auch nicht den Eindruck gemacht, dass er seine Firma verkaufen wolle. Gegen eine Übernahme spreche auch, dass Springer-Chef Döpfner nun erst einmal seine bisherigen Zukäufe vernünftig integrieren müsse.
An der Börse werde XING mit rund 200 Millionen Euro kapitalisiert. Allerdings sei ein Fünftel des Unternehmens mit Cash hinterlegt. Auf den ersten Blick dennoch viel Holz! Das KGV von 25 für 2008 sei angesichts der Wachstumssprünge aber nicht einmal zu teuer. Im Vergleich zu französischen Portalen wie dem Immobilienportal SeLoger oder dem Frauenportal auFeminin sei die Aktie sogar preiswert. Hinsichtlich eines Vergleichs mit Social-Network Portalen sogar fast schon ein Schnäppchen.
Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die XING-Aktie spekulativ kaufenswert. (Analyse vom 07.12.2007) (07.12.2007/ac/a/nw)
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