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Analysen - Nebenwerte
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07.12.2007
C.A.T. oil kein Schnäppchen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei der Aktie von C.A.T. oil (ISIN AT0000A00Y78/ WKN A0JKWU) eine Bodenbildung abzuwarten.
Der Anbieter von Öl- und Gasfelddienstleistungen habe in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein Umsatzplus von 13% auf 164 Millionen Euro erzielt. Für das Gesamtjahr habe das Unternehmen einst ein Wachstum von mehr als 20% in Aussicht gestellt. Dieses Wachstum würden die Österreicher allerdings nicht erreichen.
Wie den Experten Finanzvorstand Ronald Harder bei ihrem Treffen in Frankfurt mitgeteilt habe, dürfte sich das Wachstum im Gesamtjahr zwischen 10 und 15% belaufen. "Das Wachstum fällt in diesem Jahr etwas moderater aus. Der Fokus in 2007 liegt in erster Linie im Ausbau der Kapazitäten und dem Aufbau neuer Geschäftszweige sowie der regionalen Expansion. Wir hatten auch kein Lieferproblem, sondern in erster Linie hat die Instandsetzung etwas länger gedauert als erwartet. In den letzten Monaten haben wir beispielsweise rund 1.000 neue Mitarbeiter eingestellt, die entsprechend eingearbeitet werden müssen", sage Harder. Ertragstechnisch habe die Gesellschaft nach neun Monaten ein EBITDA von 42,7 Millionen Euro und ein EBIT von 34,4 Millionen Euro erzielt. Die EBITDA- und die EBIT-Marge hätten sich auf 26 respektive knapp 21% belaufen. Netto hätten in der Kasse knapp 23 Millionen Euro oder 46 Cent je Aktie geklingelt.
Im Gesamtjahr dürfte C.A.T. oil knapp 220 Millionen Euro Umsatz stemmen. Die EBIT-Marge solle sich laut Harder mindestens auf 20% belaufen. Das würde einem EBIT von fast 44 Millionen Euro entsprechen. Harder betone, dass die Gesellschaft nicht abhängig vom Verlauf des Ölpreises sei. Unterm Strich könnten in 2007 knapp 30 Millionen Euro in der Kasse hängen bleiben oder mehr als 55 Cent je Aktie. "Für das Jahr 2007 wurde eine Dividende im Prospekt in Aussicht gestellt. Konkreter werden wir uns hierzu Anfang nächsten Jahres äußern", so der CFO.
Das Management habe in diesem Jahr die Bereiche Fracturing, Sidetracking, Coiled Tubing durch den Bereich Seismik ergänzt. "Im Bereich Seismik erwarten wir in der Zukunft starke Wachstumsraten bei EBIT-Margen von rund 30%. Wir haben das Geschäft diversifiziert und wir wollen auch regional künftig außerhalb von Russland und Kasachstan tätig werden. Indien und Nigeria sind beispielsweise interessante Märkte für uns", sage Harder.
Der inzwischen 3.000 Mitarbeiter starke Betrieb wolle in den nächsten Monaten weiter massiv investieren. Das Investitionsprogramm in den Aufbau neuer Kapazitäten und neuer Regionen koste laut Harder rund 150 Millionen Euro. Um dies zu stemmen werde das Unternehmen voraussichtlich am Markt einen Bond platzieren im Volumen von mindestens 100 Millionen Euro. "Wir ziehen einen Bond einer Kapitalerhöhung vor und sprechen diesbezüglich mit verschiedenen Banken", so der CFO. Die Früchte der bereits getätigten Investitionen wolle das Unternehmen in 2008 ernten. "Wir wollen im nächsten Jahr deutlich zweistellig wachsen und das schwächere Wachstum in 2007 wieder kompensieren, so dass wir unseren Schnitt jährlich um 20 Prozent zu wachsen auch halten".
Harder halte sodann in 2008 ein Umsatzplus von bis zu 30% für darstellbar. Die EBITDA-Marge erwarte der Finanzchef zwischen 25 und 30% auf einem unverändert hohen Niveau. Bezüglich der EBIT-Marge nenne Harder eine Marke von mindestens 20%. Das würde einem EBIT von knapp 60 Millionen Euro entsprechen. Netto könnten circa 35 Millionen Euro übrig bleiben oder ein Ergebnis je Aktie von mehr als 70 Cent.
In Kürze sei mit einem Research-Report über C.A.T. oil von einem großen amerikanischen Haus zu rechnen. Die Experten seien gespannt! Mit einem KGV von 21 sei die Aktie kein Schnäppchen.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten zunächst abzuwarten, ob die im SDAX notierte C.A.T. oil-Aktie im Bereich um 15 Euro einen Boden bilden kann. (Analyse vom 06.12.2007) (07.12.2007/ac/a/nw)
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