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Analysen - Ausland
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06.12.2001
Citigroup "outperform"
Morgan Stanley Dean Witter
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Wertpapierspezialisten von Morgan Stanley Dean Witter geben der Aktie des US-amerikanischen Bankenkonzerns Citigroup (WKN 871904) auch weiterhin das Rating „outperform“.
Nach Ansicht der Börsenspezialisten habe die Citigroup im Laufe der letzten Jahre ihr Kapital stets erfolgreich eingesetzt, um von günstigen Übernahmegelegenheiten zu profitieren. Eine der „Kronjuwelen“ des Unternehmens seien die Finanzdienstleistungen im internationalen Konsumentenbereich. Im 3. Fiskalquartal 2001 hätte diese Division einen Gewinn von 739 Mio. US-Dollar erzielt. Dies würde einer sequentiellen Steigerung von 27,6% und einer Verbesserung von 46,9% im Vergleich zum Vorjahr entsprechen. Auch in Zukunft könnten die Wachstumsmöglichkeiten in diesem Bereich bedeutend sein. Eine weitere Stärke der Citigroup sei der stetige Ausbau von Marktanteilen in zahlreichen Bereichen des Finanzdienstleistungssektors, unter anderem auch bei der Emission von Aktien. Hier sei man mittlerweile schon zum viertgrößten Aktienzeichner der Welt avanciert.
Allerdings würden einige Investoren die Rolle der Citigroup hierbei auch kritisch sehen und sich die Frage stellen, ob ein einziges Unternehmen wirklich in der Lage sein könnte, sämtliche Dienst- und Beratungsleistungen im Anlagegeschäft auf hohem qualitativen Niveau zu leisten. Besorgt würden die Analysten auch das Versicherungsgeschäft des Konzerns und seine Anfälligkeit für Schwankungen der globalen Konjunktur betrachten. Außerdem sei es dringend nötig, den Investoren endlich Klarheit darüber zu verschaffen, wer nach dem Rücktritt von John Reed und Sandy Weill das Management des Konzerns übernehmen würde.
In den Augen der Experten würde die Citigroup über einige Stärken verfügen, die die Investoren noch einige Zeit lang beeindrucken könnten. Zum einen würden dem Finanzsektor sicherlich noch einige Konsolidierungsprozesse bevorstehen, von denen die Citigroup aufgrund ihrer besonderen Stärken in den Bereichen Fusionen und Übernahmen profitieren könnte. Des weiteren hätten die tragischen Ereignisse des 11.09. eine Globalisierung des Finanzsektors nicht verhindern können, und gerade auf dem Gebiet der Internationalisierung sei die Citigroup eine der am weitesten vorgedrungenen Firmen auf der Liste der Analysten. Dies würde ganz besonders für den Konsumentenbereich gelten. Drittens schließlich würde die schiere Größe eines Unternehmens immer mehr zur Voraussetzung für den Erfolg, da durch Größe die Kosten minimiert, die technologische Ausstattung eines Unternehmens optimiert und die Kapazitäten im Bereich Risikomanagement ausgebaut werden könnten, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Diese Zielsetzung würde die Citigroup in den Bereichen Kreditkarten, Konsumenten- und Firmenfinanzen verfolgen.
Das EPS der Citigroup würde im Geschäftsjahr 2001 bei 2,74 US-Dollar erwartet und könnte sich im Finanzjahr 2002 auf 3,40 US-Dollar steigern. Das 12-Monats-Kursziel der Analysten würde bei 57 US-Dollar liegen und auf dem 16,8-fachen der EPS Prognose für das Finanzjahr 2002 basieren.
Vor diesem Hintergrund halten die Investmentbanker von Morgan Stanley Dean Witter die Aktie der Citigroup auch weiterhin für einen Outperformer.
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